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Tert-Butyltetramethylguanidin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

tert-Butyltetramethylguanidin (genau 2-tert-Butyl-1,1,3,3-tetramethylguanidin, kurz: BTMG) ist eine organische Verbindung aus der Gruppe der Guanidine. Es wird als sogenannte Barton-Base z. B. in der Hydrazon-Iodierung nach Derek H. R. Barton verwendet.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von tert-Butyltetramethylguanidin
Allgemeines
Name tert-Butyltetramethylguanidin
Andere Namen
  • 1,1,3,3-Tetramethyl-2-(2-methyl-2-propanyl)guanidin (IUPAC)
  • 2-tert-Butyl-1,1,3,3-tetramethylguanidin
  • N′′-(1,1-Dimethylethyl)-N,N,N′,N′-tetramethylguanidin
  • BTMG
  • Barton-Base
Summenformel C9H21N3
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 29166-72-1
EG-Nummer (Listennummer) 629-522-2
ECHA-InfoCard 100.157.697
PubChem 3571581
ChemSpider 2808676
Wikidata Q21512238
Eigenschaften
Molare Masse 171,28 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

0,85–0,86 g·cm−3[1]

Siedepunkt

88–89 °C (bei 57 hPa)[1]

Brechungsindex

1,457 (20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302314
P: 260280301+312+330303+361+353304+340+310305+351+338[1]
Toxikologische Daten

500 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Herstellung

Die Verbindung kann ausgehend von Tetramethylharnstoff durch Reaktion mit Phosgen und tert-Butylamin hergestellt werden.[2]

Reaktionen und Verwendung

Es eignet sich als basischer Katalysator zur Herstellung von Oxazolidinonen. Ein einfaches Beispiel ist die Reaktion von Anilin und 1,2-Dibromethan unter einer Atmosphäre von Kohlenstoffdioxid, dass Kohlenstoff und Sauerstoff für die Carbamat-Einheit liefert. Das Anilin kann gegen andere Aminoaromaten getauscht werden und das Dibromethan gegen homologe Verbindungen wie 1,3-Dibrompropan, sodass auch Produkte mit anderen Ringgrößen und Substituenten zugänglich sind.[3] In Kombination mit einer Lewis-Säure kann es als Katalysator für enantioselektive Mannich-Reaktionen dienen.[4] Weiterhin eignet es sich als Base für die Hydrazon-Iodierung.[5]

Einzelnachweise

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