Testaments

Musikalbum von Richie Beirach, Gregor Hübner und Veit Hübner From Wikipedia, the free encyclopedia

Testaments ist ein Musikalbum von Richie Beirach, Gregor Hübner und Veit Hübner mit dem (im Englischen fehlerhaften) Untertitel: Richie Beirachs 75. Birthday Celebration. Die von 2017 bis 2022 entstandenen Aufnahmen erschienen am 28. Oktober 2022 auf dem deutschen Label O-Tone Music.

Veröffent-
lichung

28. Oktober 2022

Aufnahme

2017 – 2022

Label(s)

O-Tone Music

Format(e)

3 CD, Download

Schnelle Fakten Veröffent-lichung, Aufnahme ...
Testaments: 75. Birthday Celebration
Studioalbum von Richie Beirach, Gregor Hübner & Veit Hübner

Veröffent-
lichung

28. Oktober 2022

Aufnahme

2017 – 2022

Label(s)

O-Tone Music

Format(e)

3 CD, Download

Genre(s)

Jazz

Titel (Anzahl)

31

Länge

3:05:40

Besetzung

Chronologie
John Scofield / Richie Beirach / George Mraz / Joe LaBarbera: Live
(2021)
Testaments: 75. Birthday Celebration Richie Beirach & Reiner Witzel: The World Within
(2023)
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Hintergrund

Testaments feiert die in der Karriere des Pianisten wichtige Zusammenarbeit mit zwei Brüdern, dem Geiger Gregor Hübner und dem Bassisten Veit Hübner, denen Beirach sich quasi-familiär nah und verbunden fühlte. Das Album erschien aus Anlass des runden Geburtstags Beirachs; der Pianist wurde am 23. Mai 2022 75 Jahre alt. Beirachs Verbindung zur Jazzgeige reicht weit vor die Zusammenarbeit mit Hübner zurück: Bereits 1976 spielte er im Duo mit dem polnischen Geiger Zbigniew Seifert. Eine seiner bekanntesten Kompositionen, „Elm“, schrieb er zum Gedenken an diesen.

Mit Gregor Hübner nahm er die ersten beiden CDs auf. Dessen Bruder, der Kontrabassist Veit Hübner, der ebenfalls schon seit seinem Studium in der Ensembleklasse der New School häufig mit Beirach zusammengearbeitet hat, ist auf der dritten Disc mit zwölf Duetten mit Beirach präsent – ausschließlich mit Jazzklassikern und eigenen Stücken; diese CD ist eine Hommage an Beirachs langjährigen Freund und Kollegen, den 2021 verstorbenen George Mraz. Zwei Triostücke („Es ist genug“ und „Summer Night“) komplettieren die auf drei CDs verteilte, innerhalb von fünf Jahren entstandene Sammlung.

Titelliste

  • Richie Beirach, Gregor Huebner & Veit Huebner – Testaments: Richie Beirachs 75. Birthday Celebration (O-Tone Music OT-053-2. )[1]

CD 1: Testament – Richie Beirach-Gregor Huebner Duo

  1. Fantasy on Kachaturian’s Andantino 6:45
  2. Gaia (Richie Beirach) 6:19
  3. Fantasy on Bartok’s Bagatelle No. 3 6:57
  4. Fantasy on Faure’s Pavane 4:54
  5. Testament (Richie Beirach) 5:19
  6. Fantasy on Mompou’s Impressiones Intimas 6:11
  7. Ground Zero (Gregor Hübner) 9:11
  8. Fantasy on De Falla’s Nana 5:12
  9. What Are the Rules? (Richie Beirach) 4:12
  10. Fantasy on Bach’s „Es ist genug“ 3:57

CD 2: This Is New – Richie Beirach/Gregor Hübner-Duo with Guest Veit Hübner

  1. Love in the Garden (Zbigniew Seifert) 5:29
  2. This Is New (Kurt Weill) 6:02
  3. Waltz for Fee (Gregor Hübner) 4:20
  4. Transition (John Coltrane) 3:17
  5. Kathmandu (Gregor Hübner) 8:05
  6. Rectilinear (Richie Beirach) 3:59
  7. Zal (Richie Beirach) 6:31
  8. Summer Night (Harry Warren) 6:51
  9. Peace Piece (Bill Evans) 6:47

CD 3: For George Mraz / Richie Beirach-Veit Huebner Duo

  1. If I Were a Bell (Frank Loesser) 4:57
  2. On Green Dolphin Street (Bronislaw Kaper, Ned Washington) 6:43
  3. For Heike (Veit Hübner) 8:42
  4. Moor (Gary Peacock) 4:04
  5. There Is No Greater Love (Isham Jones, Marty Symes) 6:20
  6. For George (Richie Beirach, Veit Hübner) 4:56
  7. For Isolde (Veit Hübner) 6:45
  8. Nardis (Bill Evans) 6:29
  9. My Romance (Richard Rodgers, Lorenz Hart) 5:34
  10. Life on Mars (Richie Beirach, Veit Hübner) 7:46
  11. Footprints (Wayne Shorter) 4:56
  12. Sunday Song (Richie Beirach) 8:10

Rezeption

Richie Beirach

Beirach habe offensichtlich eine besondere Beziehung zur Geige und ein instinktives Gespür dafür, schrieb Charles Rees (London Jazz News); seine Kompositionen würden im jeweiligen Kontext stets stimmig. Dies sei nicht zuletzt auch der Anpassungsfähigkeit von Gregor Hübner selbst zu verdanken, der Standards, Eigenkompositionen, freie Improvisationen und kurze klassische Werke mit großem Flair und scheinbarer Leichtigkeit umsetze. Dieses Album umfasse zwar über drei Stunden Musik, doch das Niveau an Spannung, Fokus und Qualität bleibe durchgehend hoch. Testaments biete einen faszinierenden Einblick in eine weniger bekannte Seite von Beirach und gebe ihm Raum, neben den kantigen, swingenden Post-Coltrane-Klängen, für die er bekannt ist, auch seine klassischen Wurzeln zu erkunden. Vor allem aber sei es ein Zeugnis der musikalischen Partnerschaften, auf denen seine Karriere basiert.[2]

Der Pianist Richie Beirach und der Geiger Gregor Hübner hätten den Jazz bereichert, indem sie in den Jahren 2000 bis 2003 mit den Alben Round About Bartók, Round About Federico Mompou und Round About Monteverdi den Blick auf europäische Komponisten gelenkt hätten, deren Werke Jazzmusiker zuvor nur in den allerseltensten Fällen umgemodelt hätten, meint Werner Stiefele in Rondo. So unterschiedlich die Profile der Hübner-Brüder auch sein mögen, eine sie ein warmer, kräftiger Ton auf ihren Instrumenten. Das entspreche Beirachs Vorliebe, die Tasten gerne intensiv anzuschlagen und den vollen Klang des Instruments zu bevorzugen. Rund eineinhalb Stunden würden beide Themen von Béla Bartók, Gabriel Fauré, Frederic Mompou, John Coltrane und Bill Evans sowie Eigenes in kammermusikalische Kleinode verwandeln. Im Gegensatz zu deren Strenge brächten Beirach und Veit Hübner ausschließlich Jazzklassiker und eigene Stücke zum Swingen.[3]

Einzelnachweise

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