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Thallium(I)-iodid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Thallium(I)-iodid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thalliumverbindungen und Iodide.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Thallium(I)-iodid
_ Tl+ 0 _ I−
Kristallsystem

orthorhombisch

Raumgruppe

Cmcm (Nr. 63)Vorlage:Raumgruppe/63

Gitterparameter

a = 458,2 pm, b = 1292 pm, c = 525,1 pm

Allgemeines
Name Thallium(I)-iodid
Andere Namen
  • Thalliumjodid
  • Thalliummonoiodid
Verhältnisformel TlI
Kurzbeschreibung

gelber Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 7790-30-9
EG-Nummer 232-199-7
ECHA-InfoCard 100.029.272
PubChem 62679
Wikidata Q425255
Eigenschaften
Molare Masse 331,29 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

7,29 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

440 °C[1]

Siedepunkt

824 °C[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[2] ggf. erweitert[3]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300​‐​330​‐​373​‐​411
P: 260​‐​264​‐​273​‐​284​‐​301+310​‐​310[3]
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−124 kJ·mol−1 [4]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Thallium(I)-iodid lässt sich durch Reaktion von Thallium(I)-sulfat oder Thallium(I)-nitrat mit Kaliumiodid gewinnen.[1]

Eigenschaften

Thallium(I)-iodid kommt in zwei enantiotropen Modifikationen vor. Unter 168 °C hat es eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Cmcm (Raumgruppen-Nr. 63)Vorlage:Raumgruppe/63 (a = 458,2, b = 1292, c = 525,1 pm). Es verfärbt sich an Licht. Bei Temperaturen über 168 °C liegt es als roter Feststoff mit einer Kristallstruktur vom Caesiumchlorid-Typ vor. Diese Struktur bleibt auch nach Abkühlen auf Zimmertemperatur einige Zeit unverändert bestehen.[1]

Verwendung

Thallium(I)-iodid wird als Mischkristall zusammen mit Thallium(I)-bromid als Thalliumbromidiodid bei der abgeschwächten Totalreflexion Spektroskopie eingesetzt.[5]

Einzelnachweise

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