Thanstein

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Thanstein ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Neunburg vorm Wald.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Thanstein
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Thanstein hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 23′ N, 12° 28′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Schwandorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Neunburg vorm Wald
Höhe: 545 m ü. NHN
Fläche: 27,86 km²
Einwohner: 960 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92554
Vorwahl: 09676
Kfz-Kennzeichen: SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD
Gemeindeschlüssel: 09 3 76 172
Gemeindegliederung: 16 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kolpingstr. 3
92431 Neunburg vorm Wald
Website: www.thanstein.de
Erster Bürgermeister: Walter Schauer (Christliche Wählergruppe Kulz)
Lage der Gemeinde Thanstein im Landkreis Schwandorf
KarteAltendorfSchwarzachWeidingWinklarn
Karte
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Thanstein (2013)

Geographie

Thanstein liegt in der Region Oberpfalz-Mitte.

Gemeindegliederung

Es gibt 16 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Daneben bestehen die Einöden Anderlhof, Bayerhof, Reimersäge, Thannmühle und Wagnerhof, die jedoch keine amtlich benannten Gemeindeteile sind.

Es gibt die Gemarkungen Berg, Dautersdorf, Kulz und Thanstein.

Nachbargemeinden

Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Winklarn, Rötz, Neunburg vorm Wald und Dieterskirchen.

Wappen von Dieterskirchen
Dieterskirchen
9 km
Wappen von Winklarn
Winklarn
8 km
Wappen von Winklarn
Winklarn
8 km
Wappen von Dieterskirchen
Dieterskirchen
9 km
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Wappen von Rötz
Rötz
7 km
Wappen von Neunburg vorm Wald
Neunburg vorm Wald
10 km
Wappen von Neunburg vorm Wald
Neunburg vorm Wald
10 km
Wappen von Rötz
Rötz
7 km

Geschichte

Historisch gesehen gehören die Burg Altenthanstein, die Burg Thannstein und das Schloss Thanstein als Sitze der Hofmark Thanstein (auch Tannstein oder Tanstein genannt) eng zusammen. Das Dorf entstand um die Burg Thannstein, die vom Rittergeschlecht der Zenger erbaut wurde.

Thanstein gehörte zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Neunburg vorm Wald des Kurfürstentums Bayern. In Thanstein besaßen die Grafen von Holnstein eine offene Hofmark. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen

Im Jahr 1946 wurde die Gemeinde Berg eingegliedert und am 1. Januar 1972 die Gemeinde Dautersdorf.[4][5] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern kam am 1. Mai 1978 die Gemeinde Kulz mit den im Jahr 1946 eingegliederten Gemeindeteilen Kiesenbeg und Neudeck der aufgelösten Gemeinde Weislitz hinzu.[6][5]

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 971 auf 962 um 9 Einwohner bzw. um 0,9 %.

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2020
Einwohner 1057 1087 0975 0968 0986 0979 1030 0992 0970 0958
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Politik

Sitzverteilung im Gemeinderat Thanstein (2020)
     
Insgesamt 8 Sitze
  • PWD: 1
  • FWG: 2
  • FWU: 1
  • CWG: 3
  • CSU: 1

Verwaltungsgemeinschaft

Am 1. Mai 1976 haben sich im Zuge der Gebietsreform die ehemals selbständigen Gemeinden Dieterskirchen, Neukirchen-Balbini, Thanstein und Schwarzhofen zur Verwaltungsgemeinschaft Neunburg vorm Wald zusammengeschlossen.

Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl 2020 ergab diese Sitzverteilung:[7]

Weitere Informationen PWD1, FWG2 ...
PWD1FWG2FWU3CWG4CSU
1 Sitz2 Sitze1 Sitz3 Sitze1 Sitz
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1 Parteifreie Wählergruppe Dautersdorf     2 Freie Wählergemeinschaft Thanstein     3 Freie Wähler Union Kulz     4 Christliche Wählergruppe Kulz

Bürgermeister

Erster Bürgermeister war von 2008 bis 2014 Harald Neußinger (FWG Thanstein). Seit Mai 2014 ist Walter Schauer (Christliche Wählergruppe Kulz) Erster Bürgermeister der Gemeinde.[8]

Wappen

Blasonierung: „Durch eine eingeschweifte goldene Spitze, darin auf schwarzem Dreiberg eine grüne Tanne, gespalten von Rot und Schwarz; vorne ein senkrechtes silbernes Jagdhorn, hinten eine senkrechte silberne Zange.“[9]

Wappenführung seit 1982

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Es gab im Jahr 2021 nach der amtlichen Statistik im Bereich Handel und Verkehr 20 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren 49 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 441. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 47 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1057 ha, davon waren 665 ha Ackerfläche.

Literatur

  • Martin Zeiller: Dannstein. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Bavariae (= Topographia Germaniae. Band 4). 1. Auflage. Matthaeus Merian, Frankfurt am Main 1644, S. 15 (Volltext [Wikisource]).
  • Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9.
  • Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7.
  • Karl-Otto Ambronn: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Reihe II, Heft 3, Landsassen und Landsassengüter des Fürstentums der Oberen Pfalz im 16. Jahrhundert, München 1982, ISBN 3-7696-9932-7.
  • Richard Hoffmann, Felix Mader: Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Die Kunstdenkmäler von Oberpfalz und Regensburg, Bezirksamt Nabburg. München 1910.

Einzelnachweise

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