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The Contest of Pleasures

Musikalbum von John Butcher, Xavier Charles und Axel Dörner From Wikipedia, the free encyclopedia

The Contest of Pleasures ist ein Musikalbum von John Butcher, Xavier Charles und Axel Dörner. Die am 26. August 2000 im Rahmen des Festivals Jazz à Mulhouse in der Chapelle Saint-Jean in Mulhouse entstandenen Aufnahmen erschienen 2001 auf dem französischen Label Potlatch.

Veröffent-
lichung

2001

Label(s)

Potlatch

Format(e)

CD, Download

Schnelle Fakten Veröffent-lichung, Aufnahme ...
The Contest of Pleasures
Livealbum von John Butcher / Xavier Charles / Axel Dörner

Veröffent-
lichung

2001

Aufnahme

26. August 2000

Label(s)

Potlatch

Format(e)

CD, Download

Genre(s)

Jazz, Neue Improvisationsmusik

Titel (Anzahl)

5

Länge

52:58

Besetzung

Aufnahmeort(e)

Chapelle Saint-Jean, Mulhouse

Chronologie
The Contest of Pleasures The Contest of Pleasures: Albi Days
(2006)
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Hintergrund

Der Saxophonist John Butcher, der französische Klarinettist Xavier Charles und der deutsche Trompeter Axel Dörner verfolgten ähnliche künstlerische Wege, notierte François Couture. Sie alle würden sich mit freier Improvisation beschäftigten und hätten sich in den 1990er Jahren einem minimalistischen Ansatz auf ihrem jeweiligen Instrument zugewandt, wobei sie die Technik zurücknahmen, um sich auf Atmung, Akustik, polyphone Drones und Ähnliches zu konzentrieren, merkte François Couture an. Dieses Trio gab im Mai 1999 sein Debüt beim Vandœovre Musique Action Festival. Die Aufnahme ihres zweiten Konzerts, das im August 2000 beim Festival Jazz à Mulhouse stattfand, enthält The Contest of Pleasures. Mit den Alben Albi Days (Potlatch, 2006) und Tempestuous (Another Timbre, 2007) setzten die drei Musiker ihre Zusammenarbeit fort.[1]

Titelliste

  • John Butcher / Xavier Charles / Axel Dörner: The Contest of Pleasures (Potlatch P 201)[2]
  1. Pamplemousse 10:02
  2. Quetsch 15:14
  3. Loganberry 8:23
  4. Greengage 14:54
  5. Kumquat 4:17

Die Kompositionen stammen von John Butcher, Xavier Charles und Axel Dörner.

Rezeption

Axel Dörner (2020)

François Couture verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne und schrieb, The Contest of Pleasures dokumentiere das Schaffen eines der interessantesten und avantgardistischsten Trios für freie Improvisation der Jahrtausendwende. Die Kapelle hätte den perfekten Rahmen für diese Art von Musik geboten: Der natürliche Nachhall werde Teil des kreativen Prozesses, während die Musiker ihn in den ersten Minuten des Auftritts in unterschiedlichem Maße ausprobieren. Die drei Instrumente würden miteinander verschmelzen, sodass sie oft nicht mehr zu unterscheiden sind. Langsame Drones folgten auf feine Zungenarbeit oder das Klicken von Ventilen und Kolben. Dörner konzentriere sich darauf, durch die Trompete zu atmen. In Worten mag das wenig ansprechend klingen, doch zur Überraschung des Zuhörers würde durch diesen Ansatz, wenn er von so versierten Musikern umgesetzt wird, organische Musik, ein fesselnder, lebendiger Organismus entstehen. Das Fehlen jeglicher Elektronik sei ein weiteres Wunder, da einige der erzielten Texturen und Klänge zeitgenössischen elektronischen Experimenten sehr nahe kommen. Auch wenn sie nicht so beeindruckend sei wie bei einem Live-Erlebnis, würde diese Musik einfach wunderschön klingen.[1]

Nach Ansicht von Mark Corroto, der das Album in All About Jazz rezensierte, kamen John Butcher, Xavier Charles und Axel Dörner zusammen, um spontane Musik zu schaffen. Was dabei eingefangen wurde, sei eine äußerst geduldige Dokumentation dreier Improvisatoren, die mit einem einzigen Ziel vor Augen arbeiteten. Wie bei Mats Gustafsson liege Butchers Stärke in der Erforschung neuer Saxophontechniken und Klänge. Die Zusammenarbeit mit den gleichgesinnten Musikern Xavier Charles und Axel Dörner würde Butchers klangliche Erkundungen sogar noch bereichern. Dörners Trompete ohne Elektronik entspreche dabei Butchers Streben nach neuen Terrain. Man könnte schwören, seine Trompete sei durch einen elektronischen Prozessor gefiltert, so sehr lege er die typischen Klänge des Blechblasinstruments ab. Zusammen mit dem Klarinettisten Xavier Charles erzeugten Dorner und Butcher Wellen aus Texturen und langgezogenen Klangpassagen.[3]

Das Trio würde eine Art ambienten Hintergrund bevorzugen, der als Kontrast zu minimalistischen Improvisationen diene, so Corroto weiter. Einer der beiden Musiker schaffe eine klangliche Grundlage, auf die die anderen reagieren. Vielleicht sei es der Ort dieser Aufnahme (eine Kirche) oder das Wetter (extrem heiß), das die Philosophie dieser Session zügle. Erst bei „Loganberry“ würden sie sich ein wenig in den Noise-Bereich vorwagen, die Lautstärke und Intensität der Interaktion erhöhen, mit verschiedenen Klick-, Pfeif- und Rasselgeräuschen der Musiker. Aber größtenteils handle diese Aufnahme von einer kontemplativen Interaktion, einer stillen Freiheit.[3]

Einzelnachweise

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