The Faery Tale Adventure

Computerspiel aus dem Jahr 1987 From Wikipedia, the free encyclopedia

The Faery Tale Adventure ist ein Computerspiel des US-amerikanischen Entwicklers und Publishers MicroIllusions. Das Action-Rollenspiel wurde 1987 für den Commodore Amiga veröffentlicht und später auf weitere Heimcomputer portiert. Im Jahr 1998 erschien ein zweiter Teil für den PC, der eher ein Remake als eine Fortsetzung war.

EntwicklerMicroIllusions
PublisherMicroIllusions
KomponistDavid Joiner
Schnelle Fakten Entwickler, Publisher ...
The Faery Tale Adventure
Entwickler MicroIllusions
Publisher MicroIllusions
Leitende Entwickler David Joiner
Komponist David Joiner
Veröffentlichung 1987
Plattform Atari ST, Commodore 64, Commodore Amiga, Mac OS, MS-DOS, Sega Mega Drive
Genre Action-Rollenspiel
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Tastatur, Gamecontroller
Medium Diskette, Cartridge
Sprache Englisch
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Handlung

Das Fantasy-Land Holm wird von einer Armee von Skeletten überrannt. Das einzige Mittel gegen die Untoten ist ein magischer Talisman, der aber von einem Nekromanten gestohlen wurde, der zudem die Tochter des Königs entführt hat. Im Dorf Tambry in Holm leben die drei Brüder Julian, Phillip und Kevin. Der Bürgermeister ihres Dorfes sendet die Brüder (in Gestalt des Spielers) nacheinander aus, den Talisman zu finden. Zusätzlich muss der Spieler verschiedene andere Aufgaben erfüllen, die alle aber zum Ausgang des Abenteuers beitragen, wie die Rettung der königlichen Prinzessin aus einem nur aus der Luft zugänglichen Turm oder die Übergabe der Gebeine eines alten Königs an den Tod selbst.

Spielprinzip

Während der Suche wird einer Vielzahl von Charakteren (NPC) mit den unterschiedlichsten Quests begegnet. Bei der Erledigung dieser Aufgaben müssen viele Orte aufgesucht und eine große Anzahl von Gegnern bezwungen werden. Später im Spielverlauf besteht jeweils die Möglichkeit, auf dem Rücken einer Schildkröte die Meere und eines Schwanes die Berge zu überqueren, um in bisher unerreichbare Regionen vorzudringen. Der Spieler ist in der Lage, mit entsprechenden Artefakten zahlreiche Zaubersprüche anzuwenden. Auf diese Weise kann er Licht machen, sich selbst heilen und quer durch das Land teleportieren.

Die Spielwelt hat einen Umfang von etwa 17.000 Bildschirmen.[1]

Entwicklungs- und Veröffentlichungsgeschichte

Programmierer, Grafiker und Musiker David Joiner arbeitete etwa ein halbes Jahr an Faery Tale Adventure.[1] Wie die meisten MicroIllusions-Spiele erschien dieses Spiel 1987 zunächst für den Amiga und wurde dann auf andere Systeme übertragen.[2] 1988 erschien eine Portierung für den Commodore 64. Im selben Jahr 1988 wurde ein Port für den Macintosh-Computer entwickelt. Die 256-Farben-Grafik war dort bereits recht fortschrittlich und deutlich besser als in der originalen Amiga-Version des Spiels. Der Macintosh II war jedoch damals zu teuer, um zu einer erfolgreichen Spieleplattform aufzusteigen. Der Port wurde deshalb nie veröffentlicht, aber eine funktionierende Beta-Version wurde fertiggestellt, bevor die Entwicklung eingestellt wurde. 1989 wurde eine Portierung für PCs mit dem Betriebssystem MS-DOS veröffentlicht und 1991 eine für das Sega Mega Drive. Zu diesem Zeitpunkt war MicroIllusions bereits bankrott; die Portierung erfolgte durch New World Computing und die Veröffentlichung durch Electronic Arts.

Rezeption

Weitere Informationen Wertungsspiegel, Publikation ...
Wertungsspiegel
PublikationWertung
AmigaCommodore 64DOS
ASM7/12
Amiga Joker70 %70 %67 %
CVG9/10
Happy Computer73 %
Power Play71 %
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Der deutsche Amiga Joker stellte heraus, dass es sich bei The Faery Tale Adventure um ein Action-Rollenspiel handele, denn Kämpfe würden in Echtzeit ausgefochten. Neben dem Spielumfang lobte Redakteur Max Magenauer auch Grafik und Sound des Spiels, wobei die Grafik auf PCs erst mit einer verwendeten EGA-Grafikkarte ansehnlich würde.[3] Die deutsche ASM urteilte über die zwei Jahre nach der Amiga-Version erschienene DOS-Portierung, sie ruckele etwas, und der Sound könne „zum Glück abgeschaltet“ werden. Die EGA-Grafiken seien immerhin recht ansehnlich.[4] Für die Happy Computer hielt Redakteur Gregor Neumann fest, dass Faery Tale Adventure mit seinen gut animierten Figuren und stilvollen Landschaften eine „echte Augenweide“ sei, zumal die Grafik in Städten und Häusern einen 3D-Effekt habe. Spielerisch habe Faery Tale Adventure aber nichts zu bieten; man werde entweder nicht gefordert oder habe keine Chance in den Action-lastigen Kämpfen. Sein Kollege Heinrich Lenhardt hielt dem Spiel eine hohe Komplexität und eine unkomplizierte Steuerung zugute; er bezeichnete es zusammenfassend als „leichtverdauliche Mischung aus Action-Adventure und Rollenspiel“.[5] Die Power Play monierte an der DOS-Fassung die „miese“ Grafik auf PCs mit CGA-Grafikkarte, die den Spielspaß „ganz gewaltig“ sinken ließe.[6]

Die britische Computer & Video Games lobte kleine technische Details wie das Hollywood-artige Intro oder das Scrolling der Spielwelt. Kritisiert wurden ständige Ladezeiten, so nehme das Betreten einer einfachen Hütte acht Sekunden in Anspruch. Wegen seiner hervorragenden Musik, der digitalisierten Soundeffekte, der gut gestalteten Grafiken und Animationen und der zahlreichen interaktiven Charaktere und Objekte sei dennoch eine deutliche Empfehlung für das Spiel auszusprechen.[1]

Einzelnachweise

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