The Rising Tour
Konzerttournee von Bruce Springsteen
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Die The Rising Tour war eine weltweite Konzerttournee des US-amerikanischen Singer-Songwriters Bruce Springsteen, gemeinsam mit seiner E Street Band. Auf dieser Tour stellte der Musiker sein 2002 veröffentlichtes Studioalbum The Rising vor, sein erstes vollständig in Zusammenarbeit mit der E Street Band entstandenes Album seit Born in the U.S.A. aus dem Jahr 1984.
Konzerte insgesamt
(nach Kontinent)
- 84 in Nordamerika
- 31 in Europa
- 5 in Ozeanien
| Anfang der Tournee | 7. August 2002 |
|---|---|
| Ende der Tournee | 4. Oktober 2003 |
|
Konzerte insgesamt |
|
| Konzerte insgesamt | 120 |
| Bruce Springsteen and the E Street Band Reunion Tour (1999/2000) |
The Rising Tour | Devils & Dust Tour (2005) |
|---|
Hintergrund
Die The Rising Tour startete am 7. August 2002 in East Rutherford und endete über ein Jahr später am 4. Oktober 2003 in New York City. Sie beinhaltete insgesamt 120 Konzerte und führte Springsteen in mehreren Abschnitten durch Nordamerika, Europa, Australien und Neuseeland. Ziel war es, die Werbewirkung der Tournee zu maximieren und so den Verkauf des bereits intensiv beworbenen neuen Albums The Rising anzukurbeln, indem möglichst viele Städte besucht wurden. Die damit verbundene Publicity sollte sich noch steigern, wenn die Tickets knapp waren, was in Springsteen-Hochburgen, wo mehrere Konzerte hintereinander üblich waren, der Fall war. Die Strategie schien aufzugehen, denn The Rising verkaufte sich kommerziell sehr gut und wurde Springsteens meistverkauftes Album mit neuem Material seit 15 Jahren.
Die Tourvorbereitungen begannen Ende Juli/Anfang August 2002 mit zunächst geheimen, dann halböffentlichen Proben und anschließend mehreren öffentlichen Proben in der Convention Hall in Asbury Park. Außerdem gab es dort einen vielbeachteten Auftritt Springsteens in der NBC-Sendung The Today Show. Er war zudem in der Late Show with David Letterman und bei Saturday Night Live zu sehen, sowie bei Nightline zu hören.[1] Sein Interview bei Nightline war eines der aufschlussreichsten seiner Karriere.
Die Konzerte in Europa waren ein voller Erfolg; die Shows in Skandinavien waren innerhalb von nur zwei Stunden ausverkauft. Von Mitte Juli bis Anfang Oktober spielten Springsteen und die E Street Band dann 33 Konzerte in Stadien (mit einem bewussten Fokus auf Baseballstadien neben den üblichen Profi-Footballstadien). Diese bestanden größtenteils aus mehrtägigen Konzerten an der Ostküste der USA, wo Springsteen besonders beliebt war. Den Auftakt bildeten zehn Konzerte im Giants Stadium. Dies waren Springsteens erste vollständige Auftritte in US-amerikanischen Stadien seit 1985, darunter Besuche in legendären Arenen wie dem Fenway Park und dem Dodger Stadium.
Einige der Frühjahrskonzerte fanden rund um den Beginn des Irakkriegs am 20. März 2003 statt. Springsteen nahm dies zur Kenntnis, indem er seine 80er-Jahre-Hitversion von Edwin Starrs Protestsong War wieder aufleben ließ und damit das Konzert am 2. März in Austin, der ehemaligen Heimatstadt des damaligen US-Präsidenten Präsident George W. Bush, eröffnete. Alle vier australischen Konzerte begannen mit einer Akustikversion von Born in the U.S.A., bevor die Band mit War loslegte. Beim Konzert am 22. März im Sydney Cricket Ground kam es zu drei Stromausfällen, der erste davon nach den ersten Akkorden von War. Trotzdem animierte Springsteen das Publikum erfolgreich zum Mitsingen zu den unverstärkten Drums von Max Weinberg.
In den beiden Konzerten unmittelbar nach dem Tod von Johnny Cash am 12. September 2003 würdigte Springsteen ihn, indem er jedes Konzert mit einer Akustikversion von Cashs I Walk the Line eröffnete.
Die The Rising Tour endete schließlich im Frühherbst mit drei Konzerten im Shea Stadium, wo es zu einer Kontroverse kam. Die New Yorker Polizei hatte Springsteen für das erste Konzert eine persönliche Bootseskorte zugeteilt (zusätzlich Schlagzeuger Max Weinberg, der ebenfalls eine Eskorte erhielt, da er sich verspätete.) Springsteen hatte jedoch bei diesem Konzert eine seltene Performance von American Skin (41 Shots) gegeben, einem Lied über die Erschießung des guineischen Amadou Diallo durch die New Yorker Polizei. Die Polizei rächte sich, indem sie Springsteens Eskorte für das zweite Konzert abzog. New Yorks damaliger Bürgermeister Michael Bloomberg und andere kritisierten dies, und die Eskorte wurde Springsteen für den dritten und letzten Abend wieder zugeteilt.[2] Bob Dylan war an diesem letzten Abend ein Überraschungsgast. Springsteen sagte: „Wir haben heute Abend meinen guten Freund und meine Inspiration bei uns, Mr. Bob Dylan … ohne ihn wären wir heute Abend nicht hier.“[3] Die beiden spielten gemeinsam Dylans Highway 61 Revisited.
Während Springsteens Popularität in einigen südlichen und mittelwestlichen Regionen der USA über die Jahre nachgelassen hatte, war sie in Europa und an den Küsten der Vereinigten Staaten weiterhin sehr hoch, wie die beispiellosen zehn Konzerte im Giants Stadium bewiesen.[4] Reuters berichtete, dass allein diese zehn Konzerte 566.560 Tickets und einen Bruttoumsatz von 38,8 Millionen US-Dollar einbrachten – ein Weltrekord für ein einzelnes Engagement.[5] Die Leitung des Giants Stadiums gab an, dass die Ticketkäufer aus allen 50 Bundesstaaten und aus aller Welt kamen; das Ereignis wurde mit dem Bau einer großen Promenade und eines Vergnügungsparks auf dem Parkplatz neben dem Stadion gefeiert.[6]
Laut Billboard erzielte die Tournee über zwei Jahre hinweg Einnahmen von insgesamt 221,5 Millionen US-Dollar.[7] Reuters berichtete von weltweiten Einnahmen in Höhe von 172,7 Millionen US-Dollar für 2003, während Pollstar für Nordamerika Einnahmen von 115,9 Millionen US-Dollar für 2003 meldete – das beste Ergebnis aller Künstler in diesem Jahr und das zweitbeste aller Zeiten zu diesem Zeitpunkt.[8][9] Der Rolling Stone berichtete, dass Springsteen aufgrund besserer Verträge mit Veranstaltern und Veranstaltungsorten, geringerer Kosten durch den Verzicht auf aufwendige Bühnenrequisiten und Spezialeffekte sowie der überdurchschnittlich hohen Merchandise-Einnahmen seiner Fans in New Jersey einen größeren Anteil der Konzerteinnahmen behielt als fast jeder andere Künstler.
Liveaufnahmen
Der Auftritt in Barcelona am 16. Oktober 2002 wurde gefilmt und über ein Jahr später am 18. November 2003 unter dem Titel Live in Barcelona als Konzert-DVD veröffentlicht. Diese enthielt zusätzlich die Dokumentation Drop the Needle and Pray: The Rising on Tour mit Interviews und weiteren Konzertausschnitten aus einigen Stadionkonzerten der US-Sommer-Tour, darunter eine Clip-Zusammenstellung der Shows im Fenway Park mit dem Titel Night of the Living Boss.
Setlist
Beispiel-Setlist
Dies ist die Setlist des Auftritts in Hamburg am 12. Juni 2003. Sie ist nicht repräsentativ für alle Shows der Tournee.
- Born in the U.S.A.
- The Rising
- Lonesome Day
- The Ties That Bind
- Atlantic City
- My Love Will Not Let You Down
- Empty Sky
- You’re Missing
- Waitin’ on a Sunny Day
- You Can Look (But You Better Not Touch)
- No Surrender
- Worlds Apart
- Badlands
- Out in the Street
- Mary’s Place
- Downbound Train
- Racing in the Street
- Into the Fire
- Tenth Avenue Freeze-Out
- Hungry Heart
- Bobby Jean
- Ramrod
- Born to Run
- Seven Nights to Rock
- My City of Ruins
- Land of Hope and Dreams
- Dancing in the Dark
Tourdaten
| Nr. | Datum | Stadt | Land | Veranstaltungsort |
|---|---|---|---|---|
| Leg 1 – Nordamerika | ||||
| 1 | 7. August 2002 | East Rutherford | Continental Airlines Arena | |
| 2 | 10. August 2002 | Washington, D.C. | MCI Center | |
| 3 | 12. August 2002 | New York City | Madison Square Garden | |
| 4 | 14. August 2002 | Cleveland | Gund Arena | |
| 5 | 15. August 2002 | Auburn Hills | Palace of Auburn Hills | |
| 6 | 18. August 2002 | Paradise | Thomas & Mack Center | |
| 7 | 20. August 2002 | Portland | Rose Garden Arena | |
| 8 | 21. August 2002 | Tacoma | Tacoma Dome | |
| 9 | 24. August 2002 | Inglewood | Great Western Forum | |
| 10 | 25. August 2002 | Phoenix | America West Arena | |
| 11 | 27. August 2002 | San Jose | Compaq Center | |
| 12 | 30. August 2002 | St. Louis | Savvis Center | |
| 13 | 22. September 2002 | Denver | Pepsi Center | |
| 14 | 24. September 2002 | Kansas City | Kemper Arena | |
| 15 | 25. September 2002 | Chicago | United Center | |
| 16 | 27. September 2002 | Milwaukee | Bradley Center | |
| 17 | 29. September 2002 | Fargo | Fargodome | |
| 18 | 30. September 2002 | St. Paul | Xcel Energy Center | |
| 19 | 4. Oktober 2002 | Boston | FleetCenter | |
| 20 | 6. Oktober 2002 | Philadelphia | First Union Center | |
| 21 | 7. Oktober 2002 | Buffalo | HSBC Arena | |
| Leg 2 – Europa | ||||
| 22 | 14. Oktober 2002 | Paris | Palais Omnisport de Bercy | |
| 23 | 16. Oktober 2002 | Barcelona | Palau Sant Jordi | |
| 24 | 18. Oktober 2002 | Casalecchio di Reno | PalaMalaguti | |
| 25 | 20. Oktober 2002 | Berlin | Velodrom | |
| 26 | 22. Oktober 2002 | Rotterdam | Sportpaleis Ahoy’ | |
| 27 | 24. Oktober 2002 | Stockholm | Globen | |
| 28 | 27. Oktober 2002 | London | Wembley Arena | |
| Leg 3 – Nordamerika | ||||
| 29 | 3. November 2002 | Dallas | American Airlines Arena | |
| 30 | 4. November 2002 | Houston | Compaq Center | |
| 31 | 12. November 2002 | Cincinnati | U.S. Bank Arena | |
| 32 | 14. November 2002 | Lexington | Rupp Arena | |
| 33 | 16. November 2002 | Greensboro | Coliseum | |
| 34 | 19. November 2002 | Birmingham | Birmingham-Jefferson Convention Complex | |
| 35 | 21. November 2002 | Orlando | TD Waterhouse Center | |
| 36 | 23. November 2002 | Miami | American Airlines Arena | |
| 37 | 24. November 2002 | Tampa | St. Pete Times Forum | |
| 38 | 2. Dezember 2002 | Atlanta | Philips Arena | |
| 39 | 4. Dezember 2002 | Pittsburgh | Mellon Arena | |
| 40 | 5. Dezember 2002 | Toronto | Air Canada Centre | |
| 41 | 8. Dezember 2002 | Charlotte | Coliseum | |
| 42 | 9. Dezember 2002 | Columbia | Carolina Center | |
| 43 | 13. Dezember 2002 | Albany | Pepsi Arena | |
| 44 | 16. Dezember 2002 | Columbus | Value City Arena | |
| 45 | 17. Dezember 2002 | Indianapolis | Conseco Fieldhouse | |
| Leg 4 – Nordamerika | ||||
| 46 | 28. Februar 2003 | Duluth | Gwinnett Civic Center Arena | |
| 47 | 2. März 2003 | Austin | Frank Erwin Center | |
| 48 | 4. März 2003 | Jacksonville | Veterans Memorial Coliseum | |
| 49 | 6. März 2003 | Richmond | Coliseum | |
| 50 | 7. März 2003 | Atlantic City | Boardwalk Hall | |
| 51 | 10. März 2003 | Providence | Dunkin’ Donuts Center | |
| 52 | 11. März 2003 | Rochester | Blue Cross Arena | |
| Leg 5 – Ozeanien | ||||
| 53 | 20. März 2003 | Melbourne | Telstra Dome | |
| 54 | 22. März 2003 | Sydney | Cricket Ground | |
| 55 | 25. März 2003 | Brisbane | Entertainment Centre | |
| 56 | 26. März 2003 | |||
| 57 | 28. März 2003 | Auckland | Western Springs Stadium | |
| Leg 6 – Nordamerika | ||||
| 58 | 9. April 2003 | Sacramento | ARCO Arena | |
| 59 | 11. April 2003 | Vancouver | Pacific Coliseum | |
| 60 | 13. April 2003 | Calgary | Pengrowth Saddledome | |
| 61 | 14. April 2003 | Edmonton | Skyreach Centre | |
| 62 | 18. April 2003 | Ottawa | Corel Centre | |
| 63 | 19. April 2003 | Montréal | Centre Bell | |
| Leg 7 – Europa | ||||
| 64 | 6. Mai 2003 | Rotterdam | Stadion Feijenoord | |
| 65 | 8. Mai 2003 | |||
| 66 | 10. Mai 2003 | Ludwigshafen | Südweststadion | |
| 67 | 12. Mai 2003 | Brüssel | Stade Roi-Baudouin | |
| 68 | 15. Mai 2003 | Gijón | Estadio Municipal El Molinón | |
| 69 | 17. Mai 2003 | Barcelona | Estadi Olímpic Lluís Companys | |
| 70 | 19. Mai 2003 | Madrid | Estadio de la Comunidad | |
| 71 | 22. Mai 2003 | Gelsenkirchen | Arena AufSchalke | |
| 72 | 24. Mai 2003 | Saint-Denis | Stade de France | |
| 73 | 26. Mai 2003 | London | Crystal Palace National Sports Centre | |
| 74 | 27. Mai 2003 | |||
| 75 | 29. Mai 2003 | Manchester | Old Trafford Cricket Ground | |
| 76 | 31. Mai 2003 | Dublin | RDS Arena | |
| 77 | 8. Juni 2003 | Florenz | Stadio Artemio Franchi | |
| 78 | 10. Juni 2003 | München | Olympiastadion | |
| 79 | 12. Juni 2003 | Hamburg | AOL Arena | |
| 80 | 14. Juni 2003 | Kopenhagen | Parken | |
| 81 | 16. Juni 2003 | Helsinki | Olympiastadion | |
| 82 | 17. Juni 2003 | |||
| 83 | 19. Juni 2003 | Oslo | Valle Hovin | |
| 84 | 21. Juni 2003 | Göteborg | Ullevi Stadion | |
| 85 | 22. Juni 2003 | |||
| 86 | 25. Juni 2003 | Wien | Ernst-Happel-Stadion | |
| 87 | 28. Juni 2003 | Mailand | Stadio Giuseppe Meazza | |
| Leg 8 – Nordamerika | ||||
| 88 | 15. Juli 2003 | East Rutherford | Giants Stadium | |
| 89 | 17. Juli 2003 | |||
| 90 | 18. Juli 2003 | |||
| 91 | 21. Juli 2003 | |||
| 92 | 24. Juli 2003 | |||
| 93 | 26. Juli 2003 | |||
| 94 | 27. Juli 2003 | |||
| 95 | 1. August 2003 | Foxborough | Gillette Stadium | |
| 96 | 2. August 2003 | |||
| 97 | 6. August 2003 | Pittsburgh | PNC Park | |
| 98 | 8. August 2003 | Philadelphia | Lincoln Financial Field | |
| 99 | 9. August 2003 | |||
| 100 | 11. August 2003 | |||
| 101 | 13. August 2003 | Chicago | U.S. Cellular Field | |
| 102 | 16. August 2003 | San Francisco | Pacific Bell Park | |
| 103 | 17. August 2003 | Los Angeles | Dodger Stadium | |
| 104 | 28. August 2003 | East Rutherford | Giants Stadium | |
| 105 | 30. August 2003 | |||
| 106 | 31. August 2003 | |||
| 107 | 6. September 2003 | Boston | Fenway Park | |
| 108 | 7. September 2003 | |||
| 109 | 10. September 2003 | Toronto | SkyDome | |
| 110 | 13. September 2003 | Washington, D.C. | FedExField | |
| 111 | 14. September 2003 | Chapel Hill | Kenan Memorial Stadium | |
| 112 | 16. September 2003 | East Hartford | Rentschler Field | |
| 113 | 18. September 2003 | |||
| 114 | 20. September 2003 | Darien | Darien Lake Performing Arts Center | |
| 115 | 21. September 2003 | Detroit | Comerica Park | |
| 116 | 25. September 2003 | Denver | Invesco Field at Mile High | |
| 117 | 27. September 2003 | Milwaukee | Miller Park | |
| 118 | 1. Oktober 2003 | New York City | Shea Stadium | |
| 119 | 3. Oktober 2003 | |||
| 120 | 4. Oktober 2003 | |||
Band
- Bruce Springsteen: Gesang, Gitarre, Mundharmonika, Klavier
- Roy Bittan: Klavier, Keyboards
- Clarence Clemons: Saxophon, Hintergrundgesang
- Danny Federici: Hammond-Orgel, Akkordeon, Glockenspiel
- Nils Lofgren: Gitarre, Dobro, Pedal Steel Guitar, Banjo, Hintergrundgesang
- Patti Scialfa: Gitarre, Gesang, Hintergrundgesang
- Garry Tallent: Bass
- Steven Van Zandt: Gitarre, Mandoline, Hintergrundgesang
- Max Weinberg: Schlagzeug
- Soozie Tyrell: Violine, Percussion, Hintergrundgesang