Bad Spies
Film von Susanna Fogel (2018)
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Bad Spies ist eine Actionkomödie und Abenteuerfilm von Susanna Fogel, der am 3. August 2018 in die US-amerikanischen und am 30. August 2018 in die österreichischen[3] und deutschen Kinos kam.
| Film | |
| Titel | Bad Spies |
|---|---|
| Originaltitel | The Spy Who Dumped Me |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2018 |
| Länge | 117 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Susanna Fogel |
| Drehbuch | Susanna Fogel, David Iserson |
| Produktion | Brian Grazer, Erica Huggins |
| Musik | Tyler Bates |
| Kamera | Barry Peterson |
| Schnitt | Jonathan Schwartz |
| Besetzung | |
| |
Handlung
In Los Angeles feiert Audrey mit ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin Morgan ihren 30. Geburtstag. Sie ist sauer über ihren Ex-Freund Drew, der per Handynachricht kürzlich mit ihr Schluss gemacht hat. Morgan überredet sie, einen von Drew zurückgelassenen Karton zu verbrennen, und schickt Drew als „Vorwarnung“ eine SMS.
Was Audrey nicht weiß: Drew ist als Geheimagent in Litauen unterwegs und wird von Killern verfolgt. In einem kurzen Anruf verspricht er ihr, zurückzukommen, und bittet sie, seine Sachen nicht zu verbrennen.
Tags darauf flirtet Audrey bei der Arbeit im Biosupermarkt mit einem Engländer. Der bugsiert sie in seinen Transporter. Der Mann namens Sebastian Henshaw und sein Kollege Duffer sagen, dass Drew für die CIA arbeite und verschwunden sei. Audrey behauptet, von Drew nichts gehört zu haben, und informiert Morgan, dass Drew ein Spion ist.
Drew will seine Sachen bei Audrey abholen, insbesondere eine kitschige kleine Siegerstatue. Plötzlich werden sie von außerhalb der Wohnung beschossen. Drew beschwört Audrey, zusammen nach Wien zu reisen und am nächsten Tag in einem Café die Trophäe an „Verne“ zu übergeben – es würden viele Leben davon abhängen und sie müsse es alleine tun, sollte er nicht überleben. Sie solle niemandem vertrauen. Morgans ukrainischer One-Night-Stand Victor entpuppt sich als Agent und erschießt Drew. Als er Audrey ins Visier nimmt, stößt Morgan ihn vom Balkon in den Tod.
Nachdem sie aus der Wohnung geflohen sind, überzeugt Morgan Audrey, nach Wien zu fliegen. Dort gehen sie in das Café, wissen jedoch nicht, wer „Verne“ ist. Sebastian erscheint und fordert die Trophäe. Audrey übergibt sie ihm widerwillig, während Morgan auf der Toilette eine Kellnerin mit Namensschild „Verne“ sieht. In dem Moment entbrennt im Café eine wilde Schießerei. Audrey und Morgan entkommen um Haaresbreite einer Killertruppe auf Motorrädern.
Audrey hat die Trophäe immer noch, da sie sie mit einer der anderen, die sie als Tarnung am Flughafen gekauft haben, vertauscht hat. Sie stehlen die Pässe von zwei ihnen ähnlich sehenden Rucksacktouristinnen und gelangen nach Tschechien. Unterwegs finden sie im Sockel der Trophäe einen USB-Stick. Morgan bittet ihre Eltern telefonisch um Rat. Ihr Vater hat in Prag einen Freund namens Roger, der ihm noch einen Gefallen schuldet.
Roger empfängt sie freundlich und bewirtet sie. Auf der Toilette findet Audrey den „echten“ Roger ermordet vor und erkennt, dass das Essen vergiftet war. Morgan hat nichts gegessen und erhält eine Betäubungsspritze. Sie versucht vergeblich, den USB-Stick schlucken. Bevor sie ohnmächtig werden, sagen sie dem „falschen“ Roger und seiner Komplizin, dass sie den Stick die Toilette hinuntergespült haben.
Sie wachen in einer verlassenen Sporthalle auf und werden von der russischen Ex-Turnerin und Attentäterin Nadedja misshandelt. Sie arbeitet für ein älteres Ehepaar, das sie früher trainierte und das Drew Audrey einst als seine Eltern vorgestellt hat. Um Nadedja für sich einzunehmen, erzählen die beiden Frauen, wie nah sie sich als beste Freundinnen stehen und wie gut sie sich kennen. Sie ermuntern Nadedja, ihnen auch von ihrer besten Freundin zu erzählen, müssen jedoch erkennen, dass Nadedjas ganze Zuneigung dem Schwebebalken gilt.
Sebastian und Duffer observieren die Sporthalle. Duffer will sie sprengen lassen, aber Sebastian knockt ihn aus. Er befreit Audrey und Morgan und bringt sie nach Paris zu seiner Chefin Wendy, der sie ebenfalls beteuern, dass der USB-Stick in der Toilette landete. Die Frauen bekommen Rückflugtickets, Sebastian wird wegen Eigenmächtigkeit beurlaubt. Morgan brüstet sich mit ihren Verdiensten und möchte gern mit Audrey beim Geheimdienst arbeiten, was Wendy aber brüsk ablehnt.
Auf dem Weg zum Flughafen erklärt Sebastian, dass Drews „Eltern“ Kriminelle sind. Als er denen er den USB-Stick verkaufen wollte, kam ihm seine Beziehung zu Audrey in die Quere. Nun gesteht Audrey, dass sie den Speicherstick nicht hinuntergespült, sondern in ihrer Vagina versteckt hat. Als Sebastian die extrem codierte Datei nicht entschlüsseln kann, ruft Morgan ihre Jugendbekannschaft Edward Snowden an. Nach erfolgreicher Decodierung entdeckt Sebastian hochbrisante Informationen auf dem USB-Stick.
Das Trio reist in ein Hostel nach Amsterdam, wo sie von Leuten der CIA angegriffen werden. Duffer versucht, an den Speicherstick zu kommen, um ihn zu verkaufen. Ihr Mitbewohner hält Duffer für einen Räuber und erschlägt ihn. Mit Duffers Smartphone können sie vorgeben, dass er im Besitz des USB-Sticks ist. Die Übergabe soll auf einer Party im Technikmuseum in Berlin erfolgen. Audrey und Sebastian verkleiden sich als das kanadische Botschafterpaar, Morgan mischt sich unter die Artisten des Cirque du Soleil.
Sebastian wird weggelockt und angegriffen. Nadedja greift Morgan auf dem Trapez an, aber Morgan wehrt sich und Nadedja stürzt in den Tod. Eine Textnachricht führt Audrey zu dem überraschenderweise noch lebendigen Drew. Er versichert ihr seine Liebe, durchsucht aber ihre Handtasche nach dem USB-Stick.
Drews „Eltern“ tauchen mit Sebastian als Geisel auf und werden von Drew erschossen. Drew und Sebastian werfen einander vor, Audreys Gefühle zu verletzen und sie zu belügen. Drew schießt Sebastian nieder, und Audrey gibt vor, dankbar für seinen Schutz zu sein, bevor sie seine Waffe ergreift und ihn gemeinsam mit der hinzugekommenen Morgan überwältigt. Drew wird verhaftet, und Sebastian hat dank einer Schutzweste überlebt; das Trio verlässt die Location.
Morgan kontaktiert ihre Eltern über Sebastians Diensttelefon. Dessen Chefin Wendy schaltet sich in die Leitung ein, um die Suspendierung aufzuheben. Morgan drängt erneut auf Einstellung beim Geheimdienst und kündigt ihre Arbeitsaufnahme für nächsten Montag an, was Wendy in leichte Panik versetzt.
Ein Jahr später feiern die beiden Frauen erneut Audreys Geburtstag – diesmal allerdings in Japan. Die Party ist jedoch nur fingiert, denn Audrey und Morgan sind inzwischen als echte Agentinnen mit Sebastian im Einsatz gegen japanische Gangster.
Produktion

The Spy Who Dumped Me (engl. für „Der Spion, der mit mir Schluss gemacht hat“) spielt in seinem Titel auf den James-Bond-Film James Bond 007 – Der Spion, der mich liebte (Originaltitel The Spy Who Loved Me) an.[4]
Regie führte Susanna Fogel, die gemeinsam mit David Iserson auch das Drehbuch zum Film schrieb. In den Hauptrollen sind Mila Kunis und Kate McKinnon und spielen Audrey und Morgan.[5] Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch von Michael Schernthaner und der Dialogregie von Axel Malzacher im Auftrag der RC Production Kunze & Wunder GmbH & Co. KG, Berlin. Anja Stadlober spricht in der deutschen Fassung Audrey.
Der Film wurde in verschiedenen europäischen Hauptstädten gedreht.[6] Die Innenaufnahmen entstanden im Sommer 2017 in Budapest, weitere Aufnahmen in Amsterdam, Prag, in der Innenstadt von Wien[7][8] und in Berlin, wo man im September 2017 drehte, unter anderem im Monbijoupark.[9] Zudem entstanden Aufnahmen in Dänemark. Als Kameramann fungierte Barry Peterson.
Die Filmmusik wurde von Tyler Bates komponiert. Die Aufnahme entstand im Frühjahr 2018 in den Abbey Road Studios in London.[10]
Ende März 2018 wurde ein erster Trailer zum Film vorgestellt.[11] Der Film kam am 3. August 2018 in die US-amerikanischen[12][13] und am 30. August 2018 in die deutschen Kinos.[14] Seine Premiere feierte der Film am 25. Juli 2018 in Los Angeles.[15]
Rezeption
Altersfreigabe
In den USA erhielt der Film von der MPAA ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht. In Deutschland ist der Film FSK 16. In der Freigabebegründung heißt es: „Der Film arbeitet mit typischen Genreelementen und Überzeichnungen, wartet mit klarer Gut-Böse-Zeichnung, slapstickhaften Momenten und Situationskomik, aber auch mit teils sehr wirkmächtig inszenierten Action- und Kampfszenen auf. Das Tempo der Action sowie die Intensität und der kühle Zynismus einiger Gewaltdarstellungen können Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren überfordern. 16-Jährige können aber bereits die Genremechanismen entschlüsseln.“[16] In einer Kritik der dpa zum Film wird hierzu angemerkt, die überraschend gewalttätigen Actionszenen seien seltsam unausgewogen, weil darin in großer Zahl erschossen und aufgespießt, erwürgt und extrem draufgehauen werde. Nachzählende US-Medien seien auf mehr Tote als im jüngsten Mission Impossible gekommen, so die dpa weiter.[17]
Kritiken
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 49 %[18] |
| Metacritic (Metascore) | 52/100[19] |
Insgesamt stieß der Film bei den Kritikern auf geteiltes Echo.[20][21]
Birgit Roschy von epd Film erklärt, Regisseurin Susanna Fogel umarme die Klischees des Action- und Agentengenres mit betontem Augenzwinkern und baue überdies eine unnötige romantische Verzweigung in Gestalt des Spions Sebastian mit ein: „Aber wenn die beiden Frauen jene verschworene Intimität, wie sie sich zwischen besten Freundinnen entwickelt, ausleben, fühlt man sich wie im falschen Film. So beschränkt sich der Spaß auf eine Handvoll Szenen, die mit Witz und Timing aus der disparaten Handlung hervorstechen.“[22] Der Filmdienst sieht den Film insgesamt positiv und schreibt: „Der Charme der atemlosen Komödie liegt in ihrer Neigung zum absurden Witz, mit dem das Genre, aber auch das Weltgeschehen ironisch kommentiert wird. Überdies erzählt sie mehr über Frauenfreundschaft als über Spionage, was den Plot unterhaltsamer macht als andere Actionthriller.“[23]
Auszeichnungen
- Auszeichnung als Filmkomödie des Jahres
- Nominierung als Filmstar des Jahres – Filmkomödie (Mila Kunis)[24]
Weblinks
- Bad Spies bei IMDb
- Bad Spies in der Deutschen Synchronkartei
- Bad Spies bei crew united
- Bad Spies – Offizieller Trailer von Studiocanal Germany bei YouTube (Video)
- The Spy Who Dumped Me – Offizielle Website zum Film (englisch)