Theim
Dorf in Anzourou, Niger
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Geographie
Das Dorf befindet sich rund 24 Kilometer nordöstlich des Hauptorts Sarakoira der Landgemeinde Anzourou, die zum Departement Tillabéri in der gleichnamigen Region Tillabéri gehört. Zu den Siedlungen in der näheren Umgebung von Theim zählen Boni Kado im Westen und Tarhabout im Nordwesten.[1]
Theim ist Teil der Übergangszone zwischen Sahara und Sahel. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt hier zwischen 200 und 300 mm.[2] Im Tal von Theim wachsen Tamarindenbäume, die lokal als bosey bezeichnet werden.[3]
Geschichte
Bewaffnete Gruppen stahlen in Oktober 2018 Vieh in Theim und weiteren Siedlungen wie Gaïgorou, Katanga und Kolbolé. Zum Teil verlangten sie für die Wiederherausgabe Zakāt beziehungsweise Lösegeld.[4] Bewaffnete Angreifer töteten am 21. August 2021 19 Menschen, die sich in einer Moschee in Theim zum Gebet versammelt hatten. Daraufhin flüchteten zahlreiche Menschen in den Gemeindehauptort Sarakoira.[5] Eine 2025 durchgeführte Untersuchung der nigrischen Regierung mit Unterstützung des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen stufte Theim als einen der 1285 Orte in Niger ein, die in Hinblick auf die Ernährungssicherheit äußerst verwundbar waren.[6]
Bevölkerung
Wirtschaft und Infrastruktur
Mit einem Centre de Santé Intégré (CSI) ist ein Gesundheitszentrum im Ort vorhanden.[9] Es gibt eine Schule.[10] Das nigrische Unterrichtsministerium richtete 1996 gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen zahlreiche Schulkantinen in von Ernährungsunsicherheit betroffenen Zonen ein, darunter eine für Nomadenkinder in Theim.[11]

