Theodor von Deschwanden
Schweizer Historien- und Genremaler
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Theodor von Deschwanden (* 26. Februar 1826 in Stans; † 21. Dezember 1861 ebenda) war ein Schweizer Historien- und Genremaler.
Leben

Theodor von Deschwanden war der Sohn des Hauptmanns, Anwalts und Kunstdilettanten Louis Victor von Deschwanden und der Carolina, geb. von Deschwanden. Die Eltern entstammten unterschiedlichen Linien der von Deschwanden aus Kerns. Er hatte drei ältere Geschwister, sein ältester Bruder, der Mathematiker und 1. Direktor des eidgenössischen Polytechnikums Joseph Wolfgang von Deschwanden, seine ältere Schwester Anna (1820–1862), und sein Bruder, der Jurist, Richter und Historiker Karl von Deschwanden.[1.1]
Von Deschwanden erhielt seine erste zeichnerische Ausbildung bei seinem Vater. Von 1840 bis 1844 war er Schüler von Melchior Paul von Deschwanden, einem Onkel 2. Grades. Danach studierte er zuerst an der Oberen Industrieschule in Zürich bei seinem Bruder Joseph Wolfgang von Deschwanden, ab 1845 an der Akademie in München. Es folgten Aufenthalte in Paris und Oberitalien sowie Reisen nach Belgien und Holland. In Paris kopierte Theodor von Deschwanden zahlreiche Werke von Horace Vernet. Er war mit Rudolf Koller, Robert Zünd und Ernst Stückelberg befreundet. Zu seinem Gönnerkreis gehörten Fürstin Charlotte zu Salm, Königin Pauline von Württemberg und Fürstin Elisabeth zu Fürstenberg. Seine kleinformatigen Genre- und Historienbilder zeichnen sich durch Detailtreue und Naturnähe aus und sind voller Sentimentalität.[2]
Das von seiner Nichte Grete Hess zusammengestellte Werkverzeichnis listet 452 eigene und kopierte Werke.[3]
Literatur
- Tapan Bhattacharya: Theodor von Deschwanden. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Karl Deschwanden: Deschwanden, Theodor. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 5, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 70.
- Grete Hess: Kunstmaler Theodor Deschwanden, 1826–1861. Hrsg.: Historischer Verein Nidwalden (= Beiträge zur Geschichte Nidwaldens. Band 23–24). Verlag Josef von Matt, Stans 1951, doi:10.5169/seals-703324.
Weblinks
- Theodor von Deschwanden. In: Sikart, abgerufen am 5. März 2026.