Thermoplan

Schweizer Hersteller von Gastronomieautomaten From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Thermoplan AG entwickelt, produziert und vertreibt Geräte zur Lebensmittelverarbeitung (Kaffeevollautomaten, Milch- und Rahmgeräte) für Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Der Hauptsitz ist in Weggis im Kanton Luzern in der Zentralschweiz.

Schnelle Fakten
Thermoplan AG
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1974
Sitz Weggis, Schweiz
Leitung Adrian Steiner

(CEO / Mitglied des Verwaltungsrates)
Domenic Steiner
(Gründer, Mitglied des Verwaltungsrates)
Esther Steiner
(Verwaltungsrat)
Andri Pol
(Präsident des Verwaltungsrates)

Mitarbeiterzahl 530 (2024)
Umsatz 135 Mio. CHF (2013)[1]
Branche Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Spezialgeräten der Lebensmittelverarbeitung
Website thermoplan.ch
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Betriebsgelände der Thermoplan AG in Weggis

Unternehmensgeschichte

1974 wurde die Thermoplan AG zur Planung und Ausführung von Lüftungsanlagen in Hotel- und Gastronomiebetrieben von Esther und Domenic Steiner gegründet. 1983 wurde das Unternehmen zum Geräteanbieter für die Gastronomie und entwickelte und produzierte zunächst Geräte zur Zubereitung von Schlagsahne mit dem Namen «Whipper». 1985 wurde der Firmensitz nach einem Brand der Produktionsstätte von Küssnacht am Rigi nach Weggis verlegt. Ende der 1980er Jahre arbeiteten bei Thermoplan 17 Beschäftigte. Ab 1991 produzierte Thermoplan Geräte für die Aufbereitung von Milchschaum[2]. Im Jahr 1995 konstruierte Thermoplan eine modular aufgebauten Kaffeevollautomat und nannte ihn «Black&White».[3] 1999 kam es zu einer Vereinbarung mit Starbucks für die Lieferung von vollautomatischen Kaffeemaschinen. Damals hatte Thermoplan 38 Mitarbeiter.[4] 2001 entwickelte Thermoplan ein Milchsystem, das kalten Milchschaum erzeugt. Im gleichen Jahr wurde das Werk 2 in Weggis fertiggestellt. Das Unternehmen hatte damals über 70 Mitarbeiter. Weitere Grosskunden wie McDonalds, IKEA und Karstadt kamen hinzu. 2006 wurde das Werk 3 in Weggis in Betrieb genommen. Ab 2008 wurden alle Starbucks-Kaffeehäuser weltweit mit Thermoplan-Maschinen ausgerüstet. Die Anzahl Mitarbeitenden erhöht sich auf 206. Im Jahr 2009 übergab der Gründer Domenic Steiner die Geschäftsführung an Adrian Steiner und zog sich 2010 aus dem operativen Geschäft zurück. Im Jahr 2011 erhielt Thermoplan von Nespresso einen Entwicklungs- und Fertigungsauftrag für eine professionelle Kaffeemaschine. Costa Coffee kam 2013 als Kunde hinzu. Thermoplan entwickelte eine Premium Vending Kaffeemaschine. 2014 folgte der Bau des Werk 4. Am Standort Weggis waren 224 Menschen beschäftigt. Im Jahr 2017 wurde das Telemetrie-System ThermoplanConnect entwickelt.[5] Das System ermöglicht die Übertragung von Daten von der Kaffeemaschine auf den Computer mittels IoT Lösung. 2019 wurde am Hauptsitz ein vollautomatisches Warenlager errichtet.[6] Die Thermoplan AG hatte 2021 am Standort Weggis rund 420 Mitarbeiter und vertrieb ihre Kaffeemaschinen in 80 Länder weltweit. 98 % der Produktion wurden exportiert.[7] Der Neubau von Werk 5 wurde im September 2021 begonnen[8] und im Juni 2024 eröffnet.[9] 2025 wurden 355 der 500 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Grund waren vor allem die von US-Präsident Trump verhängten Einfuhrzölle[10] in Höhe von 39 %. Am 14. November 2025 hat die Schweiz einen Zoll von 15 Prozent mit den USA vereinbart, den gleichen Zollsatz, den die EU-Länder zahlen müssen.[11]

Tochtergesellschaften

Im Jahr 1998 wurde die Thermoplan Deutschland GmbH mit Sitz in Hockenheim gegründet[12].

Um auch auf dem amerikanischen Kontinent präsent zu sein, wurde in den USA 2002 Thermoplan USA in Reno im Bundesstaat Nevada gegründet. Die Hauptaktivität liegt in der kommerziellen und technischen Unterstützung des Kerngeschäfts von Starbucks in den USA und Kanada als auch als Vertretung in Lateinamerika.

Einzelnachweise

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