Thimerfonat
Arzneistoff
From Wikipedia, the free encyclopedia
Thimerfonat, auch Timerfonat, ist eine organische Quecksilberverbindung und eine Benzolsulfonsäure, die seit den 1930er Jahren Impfstoffen zugesetzt wird, um diese keimfrei zu halten.[4] Es wurde meist als Natriumsalz eingesetzt. Mit Ausnahme von pandemischen Impfstoffen in Mehrdosenbehältnissen (also spezielle Impfstoffe im Falle einer Pandemie) werden indes keine organische quecksilberhaltige Verbindungen mehr eingesetzt.[5]
| Strukturformel | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Allgemeines | ||||||||||
| Name | Thimerfonat | |||||||||
| Andere Namen |
| |||||||||
| Summenformel | C8H10HgO3S2 | |||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||
| ||||||||||
| Arzneistoffangaben | ||||||||||
| Wirkstoffklasse | ||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||
| Molare Masse | 418,88 g·mol−1 | |||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||
| ||||||||||
| Toxikologische Daten | ||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||
Thimerfonat war in vielen bakteriellen Impfstoffen (Cholera, Pneumokokken)[6], in Grippeimpfstoffen[7] oder auch bei Impfstoffen gegen Diphtherie[8] enthalten. Die WHO hatte seinerzeit keine Bedenken gegen den Einsatz.[9] Sowohl die EMA, als auch das Institute of Medicine sahen keine wissenschaftlichen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus oder anderen neurologischen Störungen bei Kindern.[9] Die FDA schloss sich dieser Einschätzung an.[10]
Natriumtimerfonat wird von der EU auf der Liste der pharmazeutischen Stoffe geführt, für die Zollfreiheit gilt.[11]