Thimo von Corvey

Benediktinermönch, Abt von Corvey From Wikipedia, the free encyclopedia

Thimo von Corvey, auch Thiemo (* um 1200; † 1275), war ein Benediktinermönch und von 1254 bis zu seinem Tod Abt von Corvey.

Leben

„Thimo herrschte“, wie Friedrich Wilhelm Ebeling konstatierte, „unter sehr unruhigen Verhältnissen“.[1] Von 1260 bis 1266 war der Paderborner Bischof Simon von der Lippe als Administrator der Abtei Corvey eingesetzt, um sie gegen die Ansprüche des Grafen Volkwin von Waldeck zu schützen. Stattdessen wurde die Vogteigewalt an die Herzöge Albrecht I. und Johann I. von Braunschweig übertragen. In gleicher Weise setzte er sich auch mit den Grafen Otto von Tecklenburg und Heinrich von Oldenburg-Wildeshausen hinsichtlich der Vogtei über die bis dahin Corveyische Stadt Löningen bei Cloppenburg auseinander.[2]

Die wichtigste Auseinandersetzung während seines Abbatiats bildete die Auflehnung der Stadt Höxter, die 1250 das Stadtrecht erworben hatte, gegen ihren Landesherrn, die Fürstabtei Corvey. Am 15./16. Juli 1265 gelang es Bürgern von Höxter, zusammen mit bewaffneten Verbänden des Bischofs und Ministerialen des Stifts, die seither wüstgefallenenStadt Corvey“, die sich seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts in dem Weserbogen südlich vor der Abtei entwickelt hatte, aus Konkurrenzgründen zu zerstören.[3]

Einzelnachweise

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