Thomas-Pfeifhase

Art der Gattung Ochotona From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Thomas-Pfeifhase (Ochotona thomasi) ist eine Säugetierart aus der Familie der Pfeifhasen innerhalb der Hasenartigen. Ihr Verbreitungsgebiet ist auf isolierte Berge des östlichen Qilian Shan in Westchina beschränkt.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Thomas-Pfeifhase
Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Hasenartige (Lagomorpha)
Familie: Ochotonidae
Gattung: Pfeifhasen (Ochotona)
Art: Thomas-Pfeifhase
Wissenschaftlicher Name
Ochotona thomasi
Argyropulo, 1948
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Merkmale

Der Thomas-Pfeifhase erreicht eine Körperlänge von 10,5 bis 16,5 Zentimetern und ist grau gefärbt. Von dem sympatrisch lebenden Gansu-Pfeifhasen (Ochotona cansus) unterscheidet er sich vor allem durch die Schädelmaße und -form. Der Schädel ist bei gleicher Länge deutlich schmaler und der Hirnschädel ist elliptisch geformt.[1]

Verbreitung

Verbreitungsgebiet (braun) von Ochotona thomasi

Der Thomas-Pfeifhase ist endemisch in der Volksrepublik China. Die Art kommt auf isolierten Bergen des östlichen Qilian Shan in Westchina in den Provinzen Gansu, Qinghai und dem nordwestlichen Sichuan vor. Dort lebt sie in Höhen von 3400 bis 4020 Metern.[1][2]

Lebensweise

Über die Lebensweise dieses Pfeifhasen liegen nur wenige Informationen vor; sie unterscheidet sich wahrscheinlich nur wenig von der des Gansu-Pfeifhasen, mit dem er in einigen Gebieten sympatrisch lebt. Als Lebensraum nutzt er Wiesen und gebüschreiche Flächen in den Höhenlagen. Er ist tagaktiv und ernährt sich als generalisierter Pflanzenfresser von Gräsern und anderen verfügbaren Pflanzen. Wahrscheinlich lebt er in kleinen Familiengruppen.[2][1]

Systematik

Der Thomas-Pfeifhase wurde als eigenständige Art den Pfeifhasen (Gattung Ochotona) und der Untergattung Ochotona zugeordnet, Unterarten sind nicht bekannt.[2][3] Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte durch Argyropulo im Jahr 1948.[3] Der Artname ehrt Oldfield Thomas, der die Familie der Pfeifhasen 1897 erstmals beschrieb.

Gefährdung und Schutz

Die Art wird von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) aufgrund des relativ weiten Verbreitungsgebietes als nicht gefährdet (least concern) eingestuft. In seinem Verbreitungsgebiet ist Ochotona thomasi jedoch selten und über seine Lebensweise und Populationsgröße liegen kaum Daten vor.[2] Als potenzielle Gefährdungsursache wird die Schädlingsbekämpfung in China angesehen, die sich gegen andere Kleinsäugetiere richtet.[2]

Belege

Literatur

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