Thomas Gebhart
deutscher Politiker (CDU), MdB
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Thomas Gebhart (* 20. Dezember 1971 in Kandel) ist ein deutscher Politiker der CDU. Seit 2009 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Er war von März 2018 bis Dezember 2021 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit.[1] Derzeit ist er Obmann im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.[2]

Leben
Nach dem Abitur am Europa-Gymnasium Wörth 1991 leistete Gebhart seinen Zivildienst im St. Vincentius-Krankenhaus in Karlsruhe. Von 1992 bis 1998 studierte er Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaft an der Universität Mannheim und der Aston University in Birmingham und promovierte 2002 mit einer Arbeit über direkte Demokratie zum Dr. rer. pol. Er wurde 1998 Assistent des Bundestagsabgeordneten Heiner Geißler. Von 2002 bis 2003 war er Angestellter der BASF.
Gebhart ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt mit seiner Familie in Jockgrim.[3]
Seit 2023 ist er ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen e.V. Kreis Germersheim.[4]
Politik
Im Jahre 1989 trat Gebhart in die Junge Union ein, 1996 wurde er Mitglied der CDU. Vom Jahr 1999 bis 2019 und seit 2024 ist er Mitglied des Kreistages Germersheim[5], 2002 bis 2020[6] Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Germersheim, von 2007 bis 2022 stellvertretender Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes Rheinhessen-Pfalz. Von 2003 bis 2009 war Gebhart Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtages sowie des Oberrheinrates. Er war direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Germersheim und von 2006 bis 2009 umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag.
Bei der Bundestagswahl 2009 gewann er den Wahlkreis 212 Südpfalz mit 40,7 %, 2013 mit 48,8 % und 2017 mit 40,3 % der Stimmen.[7] Der direkt gewählte Abgeordnete war bis zur Ernennung zum Parlamentarischen Staatssekretär ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss sowie Schriftführer.[8] Für die Bundestagswahl im Jahr 2021 kandidiert er erneut als Direktkaditat für den Wahlkreis 211 Südpfalz.[9] Er verpasste das Direktmandat um 41 Stimmen und zog über die CDU-Landesliste Rheinland-Pfalz in den Bundestag ein. Bei der Bundestagswahl 2025 gewann er mit 38,2 % wieder das Direktmandat.
Als Berichterstatter der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz war Gebhart am Zustandekommen des Verpackungsgesetzes beteiligt, durch das die Produktverantwortung gestärkt und die Recyclingquoten erhöht werden.[10] Er setzte sich zudem für eine Selbstverpflichtung des Deutschen Einzelhandels ein, wonach Kunststofftüten nicht mehr kostenlos abgegeben werden sollen. Diese wurde im April 2016 unterzeichnet.[11] In der Folge sank der deutsche Verbrauch an Kunststofftüten deutlich.[12]
Am 15. März 2018 wurde Gebhart zum Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit ernannt.[13] Dieses Amt hatte er bis zum 8. Dezember 2021 inne.
Von 2022 bis 2025 war Gebhart Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Klimaschutz und Energie[14]. Seit 2025 ist er Obmann im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.[15] Er setzt sich als Berichterstatter für Klimaschutz[16] dafür ein, Wirtschaft und Umweltschutz besser miteinander zu verbinden[17].
Gebhart ist Mitglied der Deutsch-Britischen und der Deutsch-Französischen Parlamentariergruppe sowie der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung[18]. Er ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.[19]
Er engagiert sich im CDU Bundesfachausschuss für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Biodiversität.[20]
Gebhart geht keinen bezahlten Nebentätigkeiten[21] nach.