Thomas L. Markey

US-amerikanischer Sprachwissenschaftler, Dialektologe und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Thomas Lloyd Markey (* 29. Mai 1940 in Dayton, Ohio; † 17. August 2022 in Tucson, Arizona) war ein US-amerikanischer Sprachwissenschaftler, Dialektologe und Hochschullehrer.[1]

Leben und Wirken

Thomas L. Markey besuchte die Bowling Green High School in Ohio und begann sein Studium der Sprachwissenschaft am Hamilton College. Ein Studienjahr verbrachte er am University College London; während dieses Studienaufenthalts unternahm er eine Reise nach Norwegen und beschäftigte sich dort mit den skandinavischen Sprachen und dem Altnordischen. Außerdem heiratete er 1962 eine Norwegerin. Sein Graduiertenstudium setzte er dann an der Yale University und anschließend an der University of Chicago fort, wo er 1966 den Magistergrad erwarb. Es folgten Studienaufenthalte an der Universität Uppsala, an der University of Cambridge (Peterhouse College) und der Harvard University. Im Jahre 1969 promovierte er an der Universität Uppsala. Zunächst arbeitete er dann als Assistenzprofessor für Germanistik und Linguistik an der Harvard University. 1972 hatte er eine Gastprofessur an der Universität Wien inne. Seit 1973 war Markey dann als Hochschullehrer an der University of Michigan, Ann Arbor tätig und ließ sich 1987 als Professor emeritieren. Er gründete dann einen eigenen Verlag (Karoma Publishers, Inc.), der Arbeiten auf dem Gebiet der Linguistik veröffentlichen sollte. Außerdem nahm er Forschungsaufenthalte im Ausland wahr und lehrte als Gastprofessor an zahlreichen Universitäten vor allem in Europa. In seinen Veröffentlichungen beschäftigte sich Markey mit der Dialektologie der nordseegermanischen Sprachen sowie mit den skandinavischen Sprachen.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • The verbs "varda" and "bliva" in Scandinavian. With special emphasis on Swedish (= Studia philologiae Scandinavicae Upsaliensia, Bd. 7). Almqvist & Wiksell, Stockholm 1969 (= Dissertation Universität Uppsala).
  • (mit Einar Haugen): The Scandinavian languages. 50 years of linguistic research (1918–1968) (= Ianua linguarum. Series practica, Bd. 154). Mouton, The Hague 1972.
  • (Bearb.): Rasmus Kristian Rask / A grammar of the Icelandic or Old Norse tongue (= Amsterdam studies in the theory and history of linguistic science. Series 1, Bd. 2). Benjamins, Amsterdam 1976, ISBN 90-272-0871-9.
  • A North Sea Germanic reader. Fink, München 1976, ISBN 3-7705-1397-5.
  • Germanic dialect grouping and the position of Ingvaeonic (= Innsbrucker Beiträge zur Sprachwissenschaft, Bd. 15). Universität Innsbruck 1976, ISBN 3-85124-529-6.
  • Studies in European linguistic theory. The dichotomy precept (= Giessener Beiträge zur Sprachwissenschaft, Bd. 4). Hoffmann, Grossen-Linden 1976, ISBN 3-88098-003-9.
  • Prinzipien der Dialektologie. Einführung in die deutsche Dialektforschung. Mit einer ausführlichen Bibliographie (= Giessener Beiträge zur Sprachwissenschaft, Bd. 8). Hoffmann, Grossen-Linden 1977, ISBN 3-88098-008-X.
  • (mit Robert L. Kyes u. Paul T. Roberge): Germanic and its dialects. A grammar of Proto-Germanic. Benjamins, Amsterdam 1977, ISBN 90-272-0984-7.
  • (Hrsg., mit Stephen Tyma): Studies in European linguistic theory II. The analytic and the descriptive (= Giessener Beiträge zur Sprachwissenschaft, Bd. 13). Hoffmann, Grossen-Linden 1978, ISBN 3-88098-018-7.
  • Frisian (= Trends in linguistics. State of the art reports, Bd. 13). Mouton, The Hague 1981, ISBN 90-279-3128-3.
  • (Hrsg.): When worlds collide. The Indo-Europeans and the Pre-Indo-European (= Linguistica extranea, Bd. 19). Karoma Publishers, Ann Arbor, Mich. 1990, ISBN 0-89720-090-X.

Einzelnachweise

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