Thomas Prieto Peral

deutscher evangelisch-lutherischer Theologe, Regionalbischof und Oberkirchenrat der ELKB From Wikipedia, the free encyclopedia

Thomas Prieto Peral (* 2. Juli 1966 in Mainz) ist ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer. Er amtiert als Oberkirchenrat und Regionalbischof im Kirchenkreis Schwaben-Altbayern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB).

Thomas Prieto Peral

Leben

Thomas Prieto Peral wuchs in Grafrath auf. Nach dem Besuch des Viscardi-Gymnasiums in Fürstenfeldbruck studierte er Evangelische Theologie in München, Heidelberg und Edinburgh und absolvierte das Lehrvikariat von 1994 bis 1997 in Himmelkron (Oberfranken). Im Februar 1997 wurde er in der Stiftskirche zu Himmelkron ordiniert.

Von 1997 bis 1999 versah er ein Spezialvikariat Ökumene mit Schwerpunkt internationale Gemeinden in Bayern. Daran schloss sich der Pfarrdienst in der Reformations-Gedächtnis-Kirche in München an. Bis 2006 leitete Prieto Peral die Arbeitsstelle Konziliarer Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der ELKB. Danach war er bis 2015 Referent für Ökumene und Weltverantwortung im Landeskirchenamt München.

Seit 2004 engagiert sich Prieto Peral intensiv für die christlichen Kirchen des Nahen Ostens. Er war viele Jahre Mitglied des Leitungsteams der Solidaritätsgruppe Tur Abdin und Nordirak. Daraus entstand ein internationales Hilfsnetzwerk für die Christen des Irak und anderer Länder des Nahen Ostens.[1]

Von 2015 bis 2023 war Prieto Peral Theologischer Planungsreferent der ELKB und war verantwortlich für den landeskirchlichen Reformprozess „Profil und Konzentration (PuK)“. Er wurde im Juli 2023 zum Regionalbischof im Kirchenkreis München und Oberbayern berufen und trat dieses Amt am 1. November 2023 an. Am 25. Februar 2024 wurde er von seinem Amtsvorgänger Christian Kopp in der St.-Lukas-Kirche München in sein Amt eingeführt. Seit der zum 1. März 2025 erfolgten Fusion dieses Kirchenkreises mit zwei anderen zum Kirchenkreis Schwaben-Altbayern wirkt er dort als einer von zwei Regionalbischöfen.

Bei der 9. Vollversammlung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) im August/September 2024 in Hermannstadt/Sibiu wurde Prieto Peral in den leitenden Rat der GEKE gewählt.

Außerberuflich war Prieto Peral in zahlreichen Vorständen und Organisationen tätig. Er war Mitglied des Jungen Forums Orthodoxie der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Arbeitsgemeinschaft Ökumenische Forschung, des Gemeinderats Grafrath und dort Fraktionssprecher der Grünen,[2] im Beirat der Bayerischen Staatskanzlei für den Lehrgang für Verwaltungsführung und Leiter des Curriculums „Trauma und Seelsorge“ in der Stiftung Wings of Hope, deren Mitgründer und langjähriger Vorsitzender er war.

Thomas Prieto Peral trägt den Namen seiner Frau, der römisch-katholischen Hochschulprofessorin und gebürtigen Spanierin Maria Begoña Prieto Peral. Das Paar hat drei Kinder.

Schriften (Auswahl)

  • mit Donata Dörfel: Ökumenische Spiritualität – Patchwork oder kreative Integration?. In: Christoph Dahling-Sander, Thomas Kratzert (Hg.): Leitfaden Ökumenische Theologie. Foedus, Wuppertal 1998, S. 174–196.
  • als Herausgeber mit Monika Hirschauer, Annalene Mierow-Strack und Günther Lohr: Aller Anfang ist die Sehnsucht – Ökumenische Exerzitien im Alltag. Kösel / Claudius, München 2001.
  • Zwischen Kreuz und Terror. Die ungewisse Zukunft der Christen im Irak. In: nachrichten der ELKB 6/2004.
  • mit Horst Oberkampf: Heimat oder Exil? – Zur Lage der Christen im Irak. Erlanger Verlag für Mission und Ökumene, Neuendettelsau 2013.
  • Die Glocken von Mosul schweigen. In: nachrichten der ELKB 12/2014.

Quellen

Fußnoten

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