Thomas Silvestri
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Thomas Silvestri (* 30. November 1964 in Schaffhausen) ist ein Schweizer Jazzmusiker (Piano, Komposition).
Leben und Wirken
Silvestri, der in einem jazzbegeisterten Elternhaus aufwuchs, lernte zunächst Schlagzeug. Mit zwölf Jahren wechselte er zum Klavier. Nach dem Studium der Mathematik an der Universität Zürich, das Silvestri 1991 mit dem Diplom abschloss, widmete er sich verstärkt seiner musikalischen Laufbahn als Jazzpianist und Komponist.[1] Er konzertierte als Leader und Sideman mit unterschiedlichen Formationen im In- und Ausland. Zu den Festivals, an denen er auftrat, zählen unter anderem Jazznojazz Zürich, das Midem in Cannes, „Onze Plus“ in Lausanne, das Jazzfestival Lugano, die Musikfestwochen Winterthur, das Festival Altri Suoni, das Schaffhauser Jazzfestival[2], das Jazzfestival Singen, das Jazzfestival Dornbirn, das Rheinkniefestival, das Jazzfestival Einsiedeln sowie das Wort-und-Bild-Festival. Konzertreisen führten ihn unter anderem nach Italien, Spanien, China und Ghana.
Als Bandleader gründete und leitete Silvestri verschiedene Ensembles, darunter das Thomas Silvestri Crossover Quartet (1993–1996), Thomas Silvestri Kolorit (2005–2007), das SilvesTrio (seit 2010)[1], das Thomas Silvestri Quintet (seit 2000), Balzan Silvestri Choice (seit 2009, gemeinsam mit Barbara Balzan)[3] sowie das gemeinsam mit dem spanischen Holzbläser Carles Peris gegründete JazzArtDuo (seit 2020)[4]. Als Sideman wirkte er unter anderem bei Rodrigo Botter Maio & Jazz Via Brasil[5], Jenny Chi & ChiBossa sowie im Othella Dallas Quintet mit.
Silvestri komponierte und arrangierte Musik auch für Theaterproduktionen, darunter Aufführungen des Sommertheaters Schaffhausen[6], der Kleinen Bühne Schaffhausen, sowie verschiedener freier Theaterensembles. Zu seinen Arbeiten zählen unter anderem Produktionen wie Titanic, Farm der Tiere, Don Quijote, Robin Hood, Der kleine Wassermann und Der kleine Vampir.
Darüber hinaus schrieb er Musik für Film- und Videokunstprojekte, darunter Beyond a Dollar a Day (2009)[7], Saudade (2008).
Außerdem unterrichtet Silvestri Jazzpiano und leitet Workshops an der Musikschule MKS Schaffhausen[8] und der Kantonsschule Schaffhausen. Seit 2004 ist er auch als Berufsausbildner im Hauptfach Jazzpiano beim Schweizerischen Musikpädagogischen Verband tätig (Akkreditierung an der Kalaidos Musikhochschule).[9] Von 2007 bis 2017 unterrichtete er zudem an der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen. Auch hält er Weiterbildungen und Fachreferate für Klavierpädagogen.[10]
Weiterhin verfasste Silvestri Lehrbücher, trug zum Swiss Real Book (1993) und zum Songbook Vol. 2 von Rodrigo Botter Maio bei und arbeitete am Lehrwerk Improvisation and Musicianship for the Jazz, Blues and Soul Saxophonist (1995) von Williams Gibbs mit.
Diskografie als Bandleader und Komponist
- Flying Ferry – Thomas Silvestri Crossover Quartet (1994)
- Agua Amarga – Thomas Silvestri Quintet (Altrisuoni 2000)
- Les Sirènes – Thomas Silvestri Quintet (Altrisuoni 2008)
- Rollercoaster – SilvesTrio (Altrisuoni 2012)
- Music of the Rhyality Immersive Art – Spring – Thomas Silvestri Quintet (2020)
- A Gentle Smile – Balzan Silvestri Choice (Unit Records 2022)
- JazzArtDuo – Thomas Silvestri / Carles Peris (2024)
- TÚ – Thomas Silvestri / Carles Peris (2026)
Schriften
- Jazzy Colours Vol. 1 (AMA Verlag, 2020)
- Jazzy Colours Vol. 2 (AMA Verlag, 2022)[11]
- Piano-Vamps (AMA Verlag, 2019)
- Easy Piano Tunes (AMA Verlag, 2019)
Auszeichnungen
- Georg-Fischer-Kulturpreis der Stadt Schaffhausen (2024)[12]
Weblinks
- Webseite Thomas Silvestri
- Kulturraum Schaffhausen: „Thomas Silvestri – Profil“ kulturraum.sh
- Presse Thomas Silvestri
- Eintrag (Swissjazzorama)
- Thomas Silvestri bei Discogs