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Thorsten Moriße

deutscher Politiker (AfD) From Wikipedia, the free encyclopedia

Thorsten Paul Moriße (* 6. Oktober 1964 in Wilhelmshaven)[1] ist ein rechtsextremer deutscher Politiker (AfD). Seit 2022 ist er Abgeordneter des Niedersächsischen Landtags.

Leben

Nach dem Realschulabschluss ließ Moriße sich zum Maurer und Betonbauer ausbilden. Von 1983 bis 1987 diente er bei der Luftwaffe. Er besuchte die Meisterschule[1] und war bis zu seinem Einzug in den Landtag als Handwerksmeister im Hochbau tätig. Zudem ist er Gebäudeenergieberater. Er ist verheiratet, hat sechs Kinder und lebt in Wilhelmshaven.

Politik

Moriße ist Gründungsmitglied der AfD Niedersachsen. Er ist Kreisvorsitzender der AfD in Wilhelmshaven. Seit den Kommunalwahlen in Niedersachsen 2016 ist er Mitglied des Stadtrats von Wilhelmshaven und Vorsitzender der dortigen AfD-Fraktion.

Im März 2017 leitete der AfD-Kreisverband Wilhelmshaven/Friesland/Wittmund ein Parteiverfahren gegen Moriße ein. Ihm wurde wegen xenophober Beiträge auf einer von ihm verwalteten Facebook-Seite parteischädigendes Verhalten vorgeworfen. Moriße und seine Frau schieden zeitweilig aus der AfD-Ratsfraktion in Wilhelmshaven aus.[2][3] Im Juli 2017 wurde das Parteiverfahren gestoppt, begründet wurde dies mit dem laufenden Wahlkampf zur Landtagswahl in Niedersachsen 2017, bei der Moriße kandidierte.[4] Er verfehlte den Einzug in den Landtag.

Bei der Landtagswahl in Niedersachsen 2022 kandidierte Moriße im Wahlkreis Wilhelmshaven. Er zog über Platz 12 der AfD-Landesliste in den Landtag ein.

Im Frühjahr 2023 behauptete Moriße in den Sozialen Medien, dass eine große Zahl Migranten auf einem Fest in Wilhelmshaven ein Mädchen mit einem Messer angegriffen hätten. Ermittlungsbehörden zufolge hat sich ein solcher Vorfall jedoch nie zugetragen.[5][6][7] Ein Verfahren wegen Volksverhetzung gegen Moriße wurde von der Staatsanwaltschaft Göttingen eingestellt.[5]

Morißes Kandidatur zur Oberbürgermeisterwahl in Wilhelmshaven 2026 wurde vom Wahlausschuss wegen Zweifeln an dessen Verfassungstreue abgelehnt. Berücksichtigt wurden laut dem Wahlausschuss unter anderem Morißes Äußerungen sowie seine leitende Position in der AfD. Moriße kündigte rechtliche Schritte gegen die Entscheidung an.[8][9]

Einzelnachweise

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