Tianguá
Gemeinde im Bundesstaat Ceará, Brasilien
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Tianguá ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Ceará im Nordosten des Landes. Sie liegt im Nordwesten des Bundesstaates auf der Hochebene der Serra da Ibiapaba und ist ein wichtiges regionales Zentrum. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 87.000 geschätzt.[3]
| Município de Tianguá Tianguá | |||
|---|---|---|---|
Kathedrale Senhora Santana von Tianguá | |||
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| Koordinaten | 3° 44′ S, 40° 59′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 31. Juli 1890 (Munizip)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Ceará | ||
| ISO 3166-2 | BR-CE | ||
| Região intermediária | Sobral (seit 2017) | ||
| Região imediata | São Benedito-Ipu-Guaraciaba do Norte-Tianguá (seit 2017) | ||
| Höhe | 775 m | ||
| Klima | tropisches Hochlandklima | ||
| Fläche | 909,9 km² | ||
| Einwohner | 86.968 (2025[2]) | ||
| Dichte | 95,6 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | www.tiangua.ce.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 2.265.253 Tsd. R$ 27.792 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,697 (2010) | ||
Geografie und Klima
Tianguá liegt im Nordwesten von Ceará auf einer Höhe von etwa 775 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich auf der Serra da Ibiapaba und bildet einen Übergang zwischen Hochland, Küste und Sertao. Die Gemeinde umfasst einen Teil des 1.592.550 Hektar großen Naturschutzgebiets Serra da Ibiapaba, das 1996 eingerichtet wurde.
Das Klima ist tropisch mit Einflüssen eines Hochlandklimas. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 20 und 28 °C.[4] Die Vegetation umfasst Übergangsformen zwischen Caatinga und feuchteren Waldgebieten.
- Serra da Ibiapaba
Geschichte
Die heutige Gemeinde Tianguá war ein integraler Bestandteil des Territoriums von Villa Viçosa Real da América, einem alten Tabajara-Dorf unter der Führung des Häuptlings Irapuã (Mel Redondo), das 1590 von französischen Korsaren aus Maranhão erkundet wurde, die unter der Führung von Adolf Montbille den Handelsposten Ibiapaba gründeten. Anfang des 17. Jahrhunderts vertrieben die Portugiesen die Franzosen aus der Region und eine Mission der Jesuiten wurde errichtet. In den 1630er Jahren geriet das Gebiet für einige Zeit unter den Einfluss der Niederländer, die 1654 vertrieben werden konnten.[5]
Die Region entwickelte sich zunächst durch Landwirtschaft (Zuckerrohr) und Viehzucht. Dank seiner guten Böden nahm die Ortschaft während einer Dürre in der Region 1877 zahlreiche Flüchtlinge auf. Der Distrikt Barracão wurde 1869 gegründet und gehörte zur Gemeinde Viçosa. 1890 wurde Barracão offiziell zur eigenständigen Gemeinde erhoben und in Tianguá umbenannt.[6] Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem regionalen Zentrum für Handel und Dienstleistungen.
Demografie
Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 87.000 Personen geschätzt.[3] Die Bevölkerung lebt zu knapp 67 Prozent in städtischen Regionen, der Rest in Dörfern. Ethnisch sind knapp zwei Drittel der Einwohner Pardos (Farbige) vermischter Abstammung und etwas mehr als ein Viertel sind Weiße.[7]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 44.005 |
| 2000 | 58.069 |
| 2010 | 69.083 |
| 2022 | 81.506 |
| Volkszählungen | |
Wirtschaft
Die Wirtschaft von Tianguá basiert auf Landwirtschaft, Handel und Dienstleistungen. Aufgrund des vergleichsweise günstigen Klimas und guter Böden ist die Region ein wichtiger Produzent von Obst und Gemüse.
Darüber hinaus fungiert die Stadt als regionales Wirtschaftszentrum für die Serra da Ibiapaba.
Religion
Tianguá ist der Sitz des römisch-katholischen Bistums Tianguá. Neben der katholischen Kirche sind auch protestantisch-freikirchliche Gemeinden vertreten.

