Tianguá

Gemeinde im Bundesstaat Ceará, Brasilien From Wikipedia, the free encyclopedia

Tianguá ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Ceará im Nordosten des Landes. Sie liegt im Nordwesten des Bundesstaates auf der Hochebene der Serra da Ibiapaba und ist ein wichtiges regionales Zentrum. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 87.000 geschätzt.[3]

Gründung31. Juli 1890 (Munizip)[1]Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Schnelle Fakten Município de Tianguá, Symbole ...
Município de Tianguá
Tianguá

Kathedrale Senhora Santana von Tianguá
Tianguá (Brasilien)
Tianguá (Brasilien)
Tianguá
Koordinaten  44′ S, 40° 59′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Ceará
Symbole
Wappen
Flagge
Gründung 31. Juli 1890 (Munizip)[1]Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Ceará
Região intermediária Sobral (seit 2017)
Região imediata São Benedito-Ipu-Guaraciaba do Norte-Tianguá (seit 2017)
Höhe 775 m
Klima tropisches Hochlandklima
Fläche 909,9 km²
Einwohner 86.968 (2025[2])
Dichte 95,6 Ew./km²
Zeitzone UTC−3
Website www.tiangua.ce.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
Wirtschaft
BIP 2.265.253 Tsd. R$
27.792 R$ pro Kopf
(2023)
HDI 0,697 (2010)
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Geografie und Klima

Tianguá liegt im Nordwesten von Ceará auf einer Höhe von etwa 775 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich auf der Serra da Ibiapaba und bildet einen Übergang zwischen Hochland, Küste und Sertao. Die Gemeinde umfasst einen Teil des 1.592.550 Hektar großen Naturschutzgebiets Serra da Ibiapaba, das 1996 eingerichtet wurde.

Das Klima ist tropisch mit Einflüssen eines Hochlandklimas. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 20 und 28 °C.[4] Die Vegetation umfasst Übergangsformen zwischen Caatinga und feuchteren Waldgebieten.

Geschichte

Die heutige Gemeinde Tianguá war ein integraler Bestandteil des Territoriums von Villa Viçosa Real da América, einem alten Tabajara-Dorf unter der Führung des Häuptlings Irapuã (Mel Redondo), das 1590 von französischen Korsaren aus Maranhão erkundet wurde, die unter der Führung von Adolf Montbille den Handelsposten Ibiapaba gründeten. Anfang des 17. Jahrhunderts vertrieben die Portugiesen die Franzosen aus der Region und eine Mission der Jesuiten wurde errichtet. In den 1630er Jahren geriet das Gebiet für einige Zeit unter den Einfluss der Niederländer, die 1654 vertrieben werden konnten.[5]

Die Region entwickelte sich zunächst durch Landwirtschaft (Zuckerrohr) und Viehzucht. Dank seiner guten Böden nahm die Ortschaft während einer Dürre in der Region 1877 zahlreiche Flüchtlinge auf. Der Distrikt Barracão wurde 1869 gegründet und gehörte zur Gemeinde Viçosa. 1890 wurde Barracão offiziell zur eigenständigen Gemeinde erhoben und in Tianguá umbenannt.[6] Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem regionalen Zentrum für Handel und Dienstleistungen.

Demografie

Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 87.000 Personen geschätzt.[3] Die Bevölkerung lebt zu knapp 67 Prozent in städtischen Regionen, der Rest in Dörfern. Ethnisch sind knapp zwei Drittel der Einwohner Pardos (Farbige) vermischter Abstammung und etwas mehr als ein Viertel sind Weiße.[7]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1991 44.005
2000 58.069
2010 69.083
2022 81.506
Volkszählungen
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Wirtschaft

Die Wirtschaft von Tianguá basiert auf Landwirtschaft, Handel und Dienstleistungen. Aufgrund des vergleichsweise günstigen Klimas und guter Böden ist die Region ein wichtiger Produzent von Obst und Gemüse.

Darüber hinaus fungiert die Stadt als regionales Wirtschaftszentrum für die Serra da Ibiapaba.

Religion

Tianguá ist der Sitz des römisch-katholischen Bistums Tianguá. Neben der katholischen Kirche sind auch protestantisch-freikirchliche Gemeinden vertreten.

Commons: Tianguá – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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