Tiburce Koffi

ivorischer Schriftsteller, Dramatiker, Journalist und Musiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Tiburce Koffi (* 1955) ist ein ivorischer Schriftsteller, Dramatiker, Journalist und Musiker.[1][2] Er leitete das staatliche Kulturhochschul-Institut INSAAC und wurde im Januar 2015 von dieser Position abberufen.[3] Im Juni 2015 beantragte er nach der Einreise über den Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle politisches Asyl in Frankreich.[4] 2022 wurde Koffi mit dem Grand Prix national Bernard Dadié de la littérature ausgezeichnet.[5][6]

Tiburce Koffi (2013)

Leben

Koffi wurde 1955 in der Elfenbeinküste geboren und profilierte sich früh zugleich als Lehrer, Journalist und Jazz-Musiker.[1][2] Als Generaldirektor des Institut National Supérieur des Arts et de l’Action Culturelle (INSAAC) geriet er 2014/2015 in Konflikt mit dem Kulturministerium und wurde am 14. Januar 2015 seines Amtes enthoben.[3] Kurz darauf veröffentlichte er den politischen Essay Présidentielle d’octobre 2015 : Non à l’appel de Daoukro und erklärte, seine Absetzung stehe mit seiner Opposition in Zusammenhang.[7] Im Juni 2015 beantragte er nach seiner Ankunft in Roissy politisches Asyl und erhielt die Einreise nach Frankreich.[4] Am 18. Januar 2018 kehrte er nach drei Jahren Exil in die Elfenbeinküste zurück.[8]

Wirken

Koffi veröffentlichte zahlreiche Theaterstücke, Essays und Prosabände; 1996 wurde seine Hörspielarbeit Le Paradis infernal mit dem RFI-Preis für Radiotheater (Gabriel-Germinet) ausgezeichnet.[9] Spätere Buchveröffentlichungen umfassen En rencontrant Godot (2017) und L’itinérant : Journal d’un promeneur (‚Der Flaneur‘, 2018).[2][10] Er betont die doppelte Prägung seines Schaffens zwischen Literatur und Musik sowie eine klare, gesellschaftskritische Haltung.[1]

Auszeichnungen

Für sein Gesamtwerk wurde er 2022 mit dem Grand Prix national Bernard Dadié de la littérature geehrt.[5][6]

Commons: Tiburce Koffi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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