Tierpark Hexentanzplatz

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Der Tierpark Hexentanzplatz ist der größte Tierpark im Harz. Er liegt auf dem gleichnamigen Hexentanzplatz, etwa 280 Meter hoch über dem Bodetal und der Stadt Thale, in Sachsen-Anhalt. Erreicht wird der Tierpark über Wanderwege und die Zufahrtsstraßen oder mit der Bodetal-Seilbahn.

Eingang zum Tierpark Hexentanzplatz in Thale (2024)
Bärenwald (2013)
Rothirschgehege (2007)
Wolfsrevier (2007)

Geschichte

Der Tierpark Hexentanzplatz wurde am Nationalfeiertag der Deutschen Demokratischen Republik 1973 eröffnet. Auf der 9,5 Hektar großen Anlage mit über 200 Jahre altem Baumbestand leben heute über 70 heimische Wildtierarten, die im Harz vorkommen. Einige dieser Tiere sind in freier Wildbahn heute nicht mehr anzutreffen.

Die großräumig angelegten Freigehege sind weitgehend naturbelassen in die Landschaft eingebunden und bieten Rehwild, Rothirsch, Schwarzwild oder Muffelwild einen weiten Auslauf. In meist artgerechten Volieren sind zahlreiche Eulenarten, Bussarde, Fasane und viele andere Vögel zu sehen. Einige Terrarien zeigen die kleineren Waldbewohner, wie Reptilien und Amphibien. Des Weiteren zeigt ein Schaugarten ca. 100 heimische Wildpflanzenarten.[1]

Einmalig im Harz sind das 2001 eröffnete 3200 m² große Wolfsrevier und der 5200 m² große Bärenwald, der 2005 eröffnet wurde. Dank einer Besucherbrücke und einem erhöhten Weg können diese Raubtiere ohne störenden Zaun beobachtet werden. Der von zwei Tieren bewohnte Luchshügel ist eine weitere Attraktion des Tierparks. Die 1100 m² große Anlage wurde im Herbst 2010 eingeweiht.[2]

Im Oktober 2025 ist eine neue Anlage mit Streifenhörnchen und Fasanen eröffnet worden. Die rund 60 m² große Anlage besteht aus zwei Volieren, die über ein oberirdisches Gangsystem miteinander verbunden sind. Die Besucher können unter den Verbindungsbrücken hindurchgehen. Ein Spielturm ermöglicht es, von oben auf die Anlage zu schauen.[3]

Das Augenmerk des Tierparks liegt auf dem Schutz, der Erhaltung, Nachzucht und, wenn möglich, der Wiederauswilderung bestandsbedrohter Arten. Der Tierpark nimmt am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die stark bedrohten Fischotter, Seeadler und Schwarzstörche teil. Zum Auswilderungsprogramm gehören seit einigen Jahren unter anderen Wildkatzen.[4]

Der Tierpark Hexentanzplatz bietet Patenschaften an, durch die Interessierte für einen Jahresbeitrag Pate eines Tieres werden. Zudem gibt es auf der Anlage eine Tierparkschule, den Kiosk Hexen-Tränke, einen Niedrigseilparcours, Abenteuerspielplatz und Figurenpark sowie eine Adventure-HexenGolf-Anlage neben dem Streichelzoo. Die 18-Loch-Golfanlage verfügt über eine Fläche von fast 4000 m². Adventure-Golf ist eine Art von Minigolf, die zwei Spielbahnen sind zwischen 8 und 20 Meter lang und mit starken Geländeverformungen versehen. Die Hindernisse bestehen aus Sandbunkern, Wasserhindernissen und großen Findlingen. Es wurden aber auch andere Hindernisse in die Bahnen integriert. Dabei handelt es sich um aus Eichen geschnitzte, lebensgroße Skulpturen nach Vorlagen der Bestsellerautorin Kathrin R. Hotowetz, aus der Harzkrimi-Buchreihe Im Schatten der Hexen.[5]

Alljährlich im Juli findet das Große Tierparkfest statt. Dieses Fest richtet der ansässige Förderverein Tierpark Hexentanzplatz mit den Mitarbeitern des Tierparkes aus.[6]

2001 schlossen sich der Tierpark Hexentanzplatz und das Harzer Bergtheater Thale zur Hexentanzplatz GmbH zusammen. Am 1. Januar 2013 wurde die Tochtergesellschaft der Stadt Thale zur Bodetal Tourismus GmbH umbenannt.[7]

Tierbestand (Auszug)

Literatur

  • Anja Schliebitz: Baedeker Harz. (1. Auflage), Karl Baedeker, Ostfildern 1994, ISBN 3-87504-554-8, S. 276.
  • Falko Kirsch, Bernd Ohlendorf: Führer durch das Bodetal. Geschichte, Geologie, Sagen, Flora, Fauna. Hrsg. Stadt Thale 2010, DNB 1009752553
  • Rad- & Wanderkarte Bodetal (Maßstab 1:25 000) – Detailkarte Hexentanzplatz (Maßstab 1:15 000). Kartographische Kommunale Verlagsgesellschaft, Nordhausen 2022, ISBN 978-3-86973-242-8.
Commons: Tierpark Hexentanzplatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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