Tigranes VII.
armenischer König des 2. Jahrhunderts n.Chr. nach Moses von Chorene
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Tigranes VII.[1] erscheint bei Moses von Chorene[2] (5. Jahrhundert n. Chr.) als letzter armenischer König dieses Namens und Bruder des Tiran. Der Quelle nach bestieg er im 24. Regierungsjahr des persischen Königs Peroz[3] den armenischen Königsthron und starb im Alter von 42 Jahren; seine Herrschaft wird als politisch unbedeutend beschrieben.[4] Im Kontext eines Partherfeldzugs nach dem Tod des Antoninus Pius (reg. 138–161) unternahm Tigranes auf Befehl des Peroz einen Einfall nach Kleinasien, geriet jedoch in die Gefangenschaft einer dort regierenden Griechin. Nach dem Tod des Peroz griff Kaiser Lucius Verus (reg. 161–169) ein, unterwarf Armenien und setzte Tigranes wieder ein. Er erhielt eine Verwandte namens Rufa zur Ehe, die er später wieder verstieß; aus der Verbindung gingen nach Moses vier Söhne hervor, die das nach der Mutter benannte rufische Geschlecht begründeten.[5] Nach seinem Tod folgte ihm sein Sohn Wagharsch auf den Thron.[6] Der Quelle nach soll Tigranes eine Judenkolonie nach Kainépolis (Valarschapat) geführt haben.[7]
Literatur
- Fritz Geyer: Tigranes 7. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, Bd. VI A,1, Stuttgart 1936, Sp. 981.