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Tina Spies

deutsche Soziologin From Wikipedia, the free encyclopedia

Tina Spies (* 1979) ist eine deutsche Soziologin und Professorin für Soziologie, Gender und Diversität an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.[1] Ihre Forschung umfasst Migrations-, Rassismus-, Diskriminierungs- und Intersektionalitätsforschung aus qualitativer Perspektive.[1]

Leben

Spies schloss im Jahr 2005 ein Magisterstudium der Soziologie an der Universität Hamburg mit den Nebenfächern Psychologie und Kriminologie ab und wurde 2009 an der Universität Kassel promoviert.[2] Von 2005 bis 2010 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Kassel; danach arbeitete sie bis 2013 im BMBF-Projekt MuViT – Soziologische Perspektiven auf Mustererkennung und Video Tracking an der Universität Potsdam und vertrat 2012/2013 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main eine Professur für Soziologie mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung.[2] Von 2013 bis 2018 war sie an der Universität Potsdam tätig, zuletzt als Leiterin des Lehrbereichs Sozialstrukturanalyse und Soziale Ungleichheit.[2] Von 2018 bis 2021 war sie Professorin für Sozialwissenschaftliche Grundlagen der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Hochschule Darmstadt; seit April 2021 ist sie Professorin in Kiel und leitet dort den Arbeitsbereich Gender- und Diversitätswissenschaften.[2]

Wirken

Spies arbeitet zu Migrations- und Rassismusforschung, Ausgrenzung, Geschlechterforschung, Queer-Theorie, Postkolonial- und Kulturwissenschaften, sozialer Ungleichheit, Intersektionalität, interpretativer Sozialforschung sowie Jugendgewalt, Männlichkeit und Gewalt.[1] Sie war von 2015 bis 2019 stellvertretende Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und von 2019 bis 2021 Sprecherin der Sektion Biografieforschung; seit 2024 ist sie zweite Sprecherin der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung.[1] Mit Elisabeth Tuider gab sie 2017 den Band Biographie und Diskurs heraus; 2022 war sie Mitherausgeberin der Bände Othering in der postmigrantischen Gesellschaft und Positioning the Subject.[3] In einem 2025 veröffentlichten Aufsatz untersuchte sie mit Elisabeth Tuider, Manja Dimitra Kotsas, Tom Fixemer und Hazal Budak-Kim die intersektionale Diskriminierung in der Rechts- und Antidiskriminierungspraxis.[4] Sie betrachtet Genderwissenschaften als bedeutend für die Analyse sozialer Ungleichheit und warnte vor politischem Druck auf die Geschlechterforschung.[5]

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

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