To be on Top
Computerspiel aus dem Jahr 1988
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To be on Top ist ein Computerspiel, das vom deutschen Studio und Publisher Rainbow Arts entwickelt und 1987 zunächst für den Heimcomputer Commodore 64 veröffentlicht wurde. Das Actionspiel, das von der Karriere eines aufstrebenden Musikers handelt, wurde größtenteils vom Computerspiele-Musiker Chris Hülsbeck entwickelt. 1988 wurde es für den Heimcomputer Atari ST portiert.
| To be on Top | |
| Entwickler | Rainbow Arts |
|---|---|
| Publisher | Rainbow Arts |
| Leitende Entwickler | Chris Hülsbeck |
| Komponist | Chris Hülsbeck |
| Veröffentlichung | 1987 |
| Plattform | Atari ST, Commodore 64 |
| Genre | Actionspiel |
| Steuerung | Joystick |
| Medium | Diskette, Kassette |
| Sprache | Englisch |
Handlung
Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Jugendlichen, der gerne als Musiker einen internationalen Hit landen würde.
Spielprinzip
Ziel des Spiels ist, ein Lied zu erschaffen, das die Top Ten der Charts erreicht.[1] Der Spieler befindet sich in einer Straße seines Wohnorts, entlang der verschiedene Gebäude betreten werden können: Die elterliche Wohnung, die Wohnung eines Freundes, ein Tonstudio, eine Diskothek und ein Fernsehstudio. Die Gebäude können nicht in beliebiger Reihenfolge besucht werden, da für das Betreten jedes Gebäudes außer dem elterlichen Wohnhaus zunächst bestimmte Aufgaben gelöst oder Gegenstände gefunden werden müssen. Auf der Straße muss der Spieler Passanten ausweichen.
Zunächst gilt es, Inspirationen für einen Song zu sammeln. Dies geschieht über ein Minispiel auf einem TV-Bildschirm. Es gibt vier verschiedene Arten von Inspiration, die mittels eines Fadenkreuzes gesammelt werden können: Bass-Linien, Begleitungen, Melodien und Sequenzen. In einem weiteren Minispiel werden die Inspirationen dann zu einem Song verarbeitet. Im Haus eines Freundes kann als Nächstes an einem Synthesizer ein Demo-Tape erstellt werden. Die nächste Aufgabe besteht darin, in einem Tonstudio die aufgenommene Rohfassung des Songs mit Schlagzeugrhythmen zu unterlegen. In einer Diskothek kann man den DJ bestechen, das entwickelte Lied zu spielen. Kommt der Song in die Top 3 der Charts, erhält man eine Einladung ins Fernsehstudio, wo man seinen Song nach Art eines Rhythmusspiels live vortragen muss.
Entwicklungs- und Veröffentlichungsgeschichte

Das Spieldesign, Musik und Soundeffekte sowie ein Großteil der Grafiken stammen von Chris Hülsbeck, der zum Erscheinenszeitpunkt 19 Jahre alt war.[1] Die C64-Version des Spiels verkaufte sich in Deutschland etwa 13.000 Mal.[2]
Die 1988 veröffentlichte Atari-ST-Version des Spiels wurde von der Demo-Gruppe The Exceptions erstellt.[3] Die Musik wurde dabei von Jochen Hippel beigesteuert. Aus The Exceptions wurde später das Entwicklerstudio Thalion Software.
Eine Version für den Commodore Amiga wurde der Presse gegenüber angekündigt,[1] laut Chris Hülsbeck aber nie entwickelt.[2]
Etwa 2012 wurde Chris Hülsbeck von einem Produzenten bezüglich eines Nachfolgespiels (To be on Top 2) kontaktiert, das Projekt wurde aber nie durchgeführt.
Rezeption
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Für die deutsche ASM befanden die Redakteure Carsten Borgmeier und Astrid Ruuben, To be on Top sei ein „Augen- und Ohrenschmaus“ und biete innerhalb des Action-Genres „endlich einmal“ ein Spielkonzept, bei dem man „nicht nur stumpfsinnig Aliens abknallen muss“. Das Spiel erfordere Kreativität, Kombinationsvermögen und schnelle Reaktionen. Das Magazin wertete, To be on Top setze neue Maßstäbe.[1] Über die Atari-ST-Version des Spiels berichtete die ASM, sie verfüge über fünfstimmige Melodien mit gesampelten Instrumenten und „hammerharten Beats“, „saubere“ Animationen und fehlerfreies Scrolling.[4] Das Magazin 64’er erkannte an, dass To be on Top sich in Bezug auf das Spielkonzept „von allem bisher Dagewesenen abhebt“. Redakteur Andrew Draheim kritisierte, dass der Kompositionsteil Potenzial verschenke; die möglichen Kombinationen klängen im Ergebnis alle recht gleich. Zudem käme man im Spiel nicht weiter, wenn der Song nicht in den Top 3 der Charts lande, es gäbe dann nur noch die Möglichkeit, die Spielfigur mutwillig in den Tod laufen zu lassen.[5]
Das englischsprachige Disketten-Magazin ST News lobte, der „sehr originelle“ Plot sei noch der am wenigsten beeindruckende Aspekt des Spiels. Sämtliche Grafiken seien detailliert und perfekt gezeichnet. Redakteur Richard Karsmakers hob das butterweiche Scrolling hervor – der Atari ST verfügt hardwareseitig über keine Scrollingmöglichkeit. Die musikalische Untermalung habe in den Händen des besten zeitgenössischen ST-Musikers (Jochen Hippel) gelegen und sei die beste aller bis dato bekannten Spiele. In Summe sei To be on Top ein „revolutionäres Computerspiel“.[6]
Weblinks
- To be on Top bei MobyGames (englisch)
- To be on Top im C64-Wiki
- To be on Top in der Lemon64 Datenbank (englisch)