Tobias Haberkorn
deutscher Übersetzer und Journalist
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Tobias Haberkorn (* 1984 in Salmünster) ist ein deutscher Übersetzer und Journalist. Er ist Gründungsredakteur und Mitherausgeber des deutsch-englischen Kulturmagazins Berlin Review.[1]
Leben und Ausbildung
Haberkorn studierte an der École des hautes études en sciences sociales Paris, der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität Darmstadt in den Fächern Literaturwissenschaft, Ästhetik, Kulturwissenschaft und Mathematik. Er promovierte in Literaturwissenschaften (Cotutelle an der FU Berlin und der EHESS Paris) mit einer literaturtheoretischen Arbeit über François Rabelais und Michel de Montaigne bei Jean-Marie Schaeffer und Remigius Bunia.[2] Von 2017 bis 2018 war er Kulturredakteur bei Zeit Online.[1] 2019 war er Milena Jesenská Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien und Kellen Fellow des American Council on Germany. 2020 war er Research Fellow am IFK Wien mit dem Projekt Immersive Subjektivität. Autisten, Narzissten, Verschwörungstheoretiker.[3]
Er übersetzte mehrere Werke aus dem Französischen ins Deutsche, darunter Didier Eribons Rückkehr nach Reims (Original: Retour à Reims, 2009; deutsch 2016). Weitere Übersetzungsarbeiten umfassen Texte von Alain Badiou, Christian Maurel (1931–2011) und Ryan Trecartin.
Seit Februar 2024 ist Haberkorn Mitbegründer und Mitherausgeber des bilingualen Kulturmagazins Berlin Review.[4]
Veröffentlichungen
Monographie
- Das Problem des Zuviel. Welt in Sprache bei Rabelais und Montaigne. LM-Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-90-831727-1-2 (zugleich: Dissertation, FU Berlin/EHESS Paris, 2016).
Übersetzungen
- Alain Badiou: Versuch, die Jugend zu verderben. Suhrkamp, Berlin 2016, ISBN 978-3-518-07257-8.
- Didier Eribon: Rückkehr nach Reims. Suhrkamp, Berlin 2016, ISBN 978-3-518-07252-3.
- Ryan Trecartin: The Re’Search (Re’Search Wait’S). Merve-Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-88396-388-4.
- Didier Eribon: Gesellschaft als Urteil. Klassen, Identitäten, Wege. Suhrkamp, Berlin 2017, ISBN 978-3-518-07330-8.
- Christian Maurel: Für den Arsch. August-Verlag, Köln 2019, ISBN 978-3-941360-63-1.
- Eugène Labiche, Trüffel, Trüffel, Trüffel, Uraufführung Münchner Kammerspiele 2017, Regie Felix Rothenhäusler, Suhrkamp Theaterverlag, o. J.[5]