Tobias Kretschmer

deutscher Wirtschaftswissenschaftler From Wikipedia, the free encyclopedia

Tobias Kretschmer (* 10. November 1971 in Erlangen) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler. Er ist Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und Direktor des Instituts für Strategie, Technologie und Organisation (ISTO). Seine wissenschaftliche Arbeit befasst sich Wettbewerbsstrategie, Plattformmärkten, Organisationsdesign und Digitalisierung.[1]

Leben und Ausbildung

Tobias Kretschmer studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen, wo er 1996 den Abschluss Lic. oec. mit Schwerpunkt Strategisches Management erwarb.[2] Während seines Studiums absolvierte er ein Auslandsjahr an der Fuqua School of Business der Duke University in Durham, North Carolina. Anschließend promovierte er an der London Business School im Fach Volkswirtschaftslehre (Economics) und schloss seine Promotion im Jahr 2001 ab.

Akademische Laufbahn und Forschung

Nach seiner Promotion war Kretschmer zunächst als Research Fellow in Economics am INSEAD in Fontainebleau tätig. Von 2001 bis 2006 lehrte er als Lecturer in Strategy and Economics an der London School of Economics and Political Science (LSE). Im Jahr 2006 wurde er auf eine Professur für Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München berufen. Dort ist er seitdem Professor an der Fakultät für Betriebswirtschaft und leitet das Institut für Strategie, Technologie und Organisation (ISTO). Von 2010 bis 2014 war Kretschmer zudem Leiter des Bereichs Industrieökonomik und Neue Technologien am ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in München. Darüber hinaus hatte er mehrere Gastprofessuren inne, unter anderem als Visiting Full Professor of Digital Strategy an der NOVA School of Business and Economics in Lissabon.

Die Forschung von Tobias Kretschmer befasst sich schwerpunktmäßig mit Wettbewerbsstrategien, Plattformmärkten, Digitalisierung sowie Organisations- und Anreizstrukturen in Unternehmen. Er veröffentlicht seine Arbeiten in internationalen wissenschaftlichen Fachzeitschriften und ist in Forschungsnetzwerken wie dem CESifo Research Network und dem Centre for Economic Policy Research (CEPR) vertreten.[3][4] Kretschmer übernimmt Funktionen in wissenschaftlichen Organisationen und Fachverbänden wie dem Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation.[5]

Einzelnachweise

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