Todd Bryant

US-amerikanischer Schauspieler und Stuntman From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Bryant wurde im kalifornischen Santa Monica geboren. Sein Interesse für die Schauspielerei wurde bereits im Alter von zehn Jahren geweckt, als er die Titelrolle in Oliver! am Morgan Theatre in Santa Monica übernahm. Aufgrund einer schweren Asthmaerkrankung wurde er als Fallbeispiel im Buch The Cure von Dr. Timothy Brantley vorgestellt. Das Asthma überwand er später auf natürliche Weise.[1]

In seiner frühen Jugend nahm er gemeinsam mit seinem Bruder Shaun an Amateur-Surf-Wettbewerben der Western Surfing Association teil; beide wurden von Ocean Surfboards gesponsert und nutzten Surfboards, die speziell von Tim Phares und Ben Aipa angefertigt wurden. Zwischen seinem zwölften und achtzehnten Lebensjahr besuchte er die Stunt-Akademie des bekannten Stuntmans Paul Stader in Hollywood; er war dort der jüngste Teilnehmer und Absolvent.[1]

Karriere

Seit 1982 arbeitet Bryant als Stuntman und Stunt-Koordinator für Film und Fernsehen, darunter als Stuntdouble für Adam Baldwin, Brad Beyer, Brendan Fraser, Will Ferrell, Matthew Davis, Dolph Lundgren, Chris Pratt, Stellan Skarsgård, Tim Robbins sowie für Ron Perlman – unter anderem in seiner Rolle als „Hellboy“ im gleichnamigen Film aus dem Jahr 2004. Seinen ersten Einsatz als Stuntman hatte er in der Fernsehserie T. J. Hooker mit William Shatner. Er arbeitete für mehrere Filme und Kinofilme, unter anderem für Vergessene Welt: Jurassic Park, Matrix und 21 Jump Street, sowie für zahlreiche Fernsehserien, darunter mehrfach für Buffy – Im Bann der Dämonen, L.A. Heat, Angel – Jäger der Finsternis, Ray Donovan, Chosen, Shameless und Shooter.[1][2][3]

Er war außerdem als Schauspieler in zahlreichen Fernsehserien und Hollywood-Filmen vor der Kamera tätig, oft in Neben- und Gastrollen. So spielte 1982 in Star Trek II: Der Zorn des Khan einen Kadetten der Sternenflotte – seiner erster Auftritt vor der Kamera als Schauspieler –, spielte 1989 den klingonischen Captain Klaa in Star Trek V: Am Rande des Universums und war 1991 als klingonischer Übersetzer in Star Trek VI: Das unentdeckte Land zu sehen. Außerdem war er Stuntdouble für Ron Perlman in Star Trek: Nemesis aus dem Jahr 2003.[5] Neben Star Trek war er 1984 im Film Lovelines zu sehen. Im Folgejahr spielte er Neil in Freitag der 13. – Ein neuer Anfang, dem fünften Teil der Reihe, und wurde aufgrund einer besonders intensiven Tötungsszene in „Jason’s Hit List“ aufgenommen. Er war in den 1990er-Jahren auch in einer wiederkehrenden Rolle als Artie Devers in vier Folgen von Beverly Hills, 90210 zu sehen.[1][2][3][6]

2004 produzierte er den Film Blowing Smoke. Bei den Filmen Shattered Lies aus dem Jahr 2002 und Daddy’s Home 2 – Mehr Väter, mehr Probleme! aus dem Jahr 2017 wirkte er zudem als Regieassistent mit. Im Jahr 2010 wurde er für den Film Alles muss raus als Stunt-Koordinator engagiert, übernahm in dem Film aber auch eine Nebenrolle: Bryant arbeitet normalerweise für den Komiker und Schauspieler Will Ferrell als Stuntdouble und spielte hier erstmals mit Ferrell zeitgleich vor der Kamera. Zuletzt war er 2022 als Stunt-Koordinator für den Film Spirited tätig und 2024 in Joel Souzas Rust – Legende des Westens (Rust) als Schauspieler, an der Seite von Alec Baldwin, der auch Produzent des Filmes war.[1][2][6][7]

Bryant, der Mitglied der Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA ist, wurde unter anderem von Stephan Baumecker, Johannes Berenz, Marko Bräutigam, Michael Deffert, Michael Gahr, Christoph Jablonka, Tobias Lelle, Thomas Petruo und Boris Tessmann synchronisiert.[8] Neben der Arbeit vor der Kamera war er von 1987 bis 1992 Sparringspartner des Kickbox-Weltmeisters im Schwergewicht, Dennis Alexio.[1]

Literatur

  • Kris Gilpin: The Universe Beneath His Heel. In: Starlog (US). Nr. 149, Dezember 1989 (englisch).
  • Timothy Brantley: The Cure: Heal Your Body, Save Your Life. 1. Auflage. John Wiley & Sons Inc., Hoboken, New Jersey 2007, ISBN 978-0-471-76825-8 (englisch, 240 S.).
  • Scott Raab: Robert Downey Jr.: The Second Greatest Actor in the World. In: Esquire Magazine (US). 10. November 2009 (englisch).

Nominierungen

  • 2002: Nominiert für den American Choreography Award in der Kategorie „Outstanding Achievement in Fight Choreography“ (deutsch Herausragende Leistung in der Kampfchoreografie) für Deuces Wild – Wild in den Straßen zusammen mit Pete Antico.[1]
  • 2020: Nominiert für den Actors Award in der Kategorie „Outstanding Action Performance by a Stunt Ensemble in a Motion Picture“ (deutsch Herausragende Action‑Darstellung eines Stuntensembles in einem Spielfilm) für Le Mans 66 – Gegen jede Chance.[1]

Zitate

“I enjoy it thoroughly. To me, it’s more fun than playing a good guy because I can be totally free as a bad guy and do anything I want with it. That’s why I like it.”

„Über das Spielen von Schurken“

„Ich genieße es in vollen Zügen. Für mich macht es mehr Spaß, einen Bösewicht zu spielen als einen Guten, weil ich als Schurke völlig frei bin und damit machen kann, was ich will. Genau deshalb mag ich diese Rollen.“

Todd Bryant[1]

Filmografie (Auswahl)

Schauspieler

Stuntman

Einzelnachweise

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