Tolis Voskopoulos

griechischer Komponist, Sänger und Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Apostolos „Tolis“ Voskopoulos (griechisch Απόστολος «Τόλης» Βοσκόπουλος, * 26. Juli 1940 in Kokkinia; † 19. Juli 2021 in Athen)[1] war ein griechischer Laïkó-Sänger, Komponist, Liedtexter und Schauspieler.[2][3]

Er erlangte große künstlerische Anerkennung[4] und erhielt den Beinamen „Prigkipas“(dt. "Prinz").[5][6] Er gilt als einer der bedeutendsten Sänger, die das griechische Lied hervorgebracht hat, sowie als einer der wichtigsten griechischen Interpreten des 20. Jahrhunderts.[7]

Frühe Jahre und künstlerische Laufbahn

Voskopoulos wurde am 26. Juli 1940 im Athener Vorort Kokkinia geboren. Seine Eltern waren kleinasiatischer Herkunft und kamen 1922 aus Smyrna nach Griechenland. Er wuchs in Korydallos auf.[8]

Er war das zwölfte Kind der Familie Voskopoulos und hatte elf Schwestern. Zudem war er der Bruder der Schauspielerin Gary Voskópoulou.

Seinen ersten Bühnenauftritt hatte er 1958 im Alter von 18 Jahren am Theater unter der Regie von Thanos Trangas. 1963 folgte sein Debüt im Kino. Seine musikalische Laufbahn begann mit dem Lied Βήμα-βήμα des Komponisten Lykourgos Markéas. In dieser Zeit änderte er auch seinen Rufnamen von Tólios zu Tólis.

Der Durchbruch gelang ihm 1968 mit dem Lied Αγωνία (Komposition: Giorgos Zampetas), das sich innerhalb kurzer Zeit über 300.000 Mal verkaufte – eine für diese Epoche außergewöhnlich hohe Zahl.

Er arbeitete mit zahlreichen bedeutenden Künstlern zusammen, darunter Giorgos Zampetas, Mimis Plessas, Akis Panou, Thanassis Polykandriotis, Marios Tokas, Giannis Parios, Giorgos Katsaros, Kostas Virvos, Sotia Tsotou und Phoebus.

Über mehr als drei Jahrzehnte galten seine Auftritte als regelmäßig ausverkauft.

Im Jahr 2000 wurde er bei den Musikpreisen POP KORN (später Arion) für sein Lebenswerk ausgezeichnet.[9]

Als Komponist und Texter

Neben seiner Tätigkeit als Interpret war Voskopoulos auch als Komponist und Liedtexter aktiv.[10]

1970 komponierte er das Lied Adelfia mou alites poulia (Αδέλφια μου αλήτες πουλιά), das von Giannis Vogiatzis interpretiert wurde und den ersten Preis beim Festival des griechischen Liedes von Thessaloniki gewann. 1976 schrieb er für Stratos Dionysiou das Lied Apokimithika (Αποκοιμήθηκα), das große Popularität erlangte und von Voskopoulos selbst 1985 erneut aufgenommen wurde.

Theater

Voskopoulos wirkte in zahlreichen Theaterproduktionen mit und übernahm auch Hauptrollen an der Seite bedeutender Schauspieler wie Vasilis Avlonitis, Rena Vlachopoulou, Georgia Vasileiadou und Kostas Chatzichristos sowie weiterer Künstler.

Zu seinen erfolgreichsten Bühnenauftritten zählten Musicalproduktionen wie Tragouda, theatrine! (Τραγούδα, θεατρίνε!) (1978, gemeinsam mit Maria Aliferi) sowie Irthes san oniro (Ήρθες σαν όνειρο) (1998, gemeinsam mit Angela Gerekou), dessen Handlung auf der persönlichen Kennenlerngeschichte der beiden basierte.

Diskografie

Dies ist eine unvollständige Auswahl der Diskografie von Tolis Voskopoulos:[11]

Alben

  • 1967: Doukissa & Voskopoulos – Anamnisis
  • 1968: Agonia
  • 1970: Adelphia Mou, Alites, Poulia
  • 1970: Se Iketevo
  • 1971: Mia Agapi
  • 1972: Stigmes Agapis
  • 1972: Tolis Voskopoulos (Stichimatizo)
  • 1973: As Imaste Realiste
  • 1974: Marinella & Voskopoulos
  • 1974: Marinella & Tolis Voskopoulos – Ego Ki’ Esy
  • 1975: Ego Ti Eho Ke Ti Tha ’Ho
  • 1976: Smyrneika Ke Laika
  • 1976: Otan Tragoudo
  • 1977: Ine To Kati Pou Meni
  • 1977: I Anamnisis Xanagyrizoune
  • 1978: Tragouda Theatrine!
  • 1979: Mera Nihta Pantou
  • 1980: 80
  • 1981: Kardia Mou Moni
  • 1982: Den Thelo Na Thimame
  • 1983: Eisai Dikia Mou
  • 1984: O Tolis Voskopoulos Tragouda Manoli Chioti (Perasmenes Mou Agapes)
  • 1985: Tote
  • 1985: Tora
  • 1986: Ametrita Giati
  • 1987: 16 Ap’ Ta Oraiotera Tragoudia Mou
  • 1987: Atelioto Erotiko Taxidi
  • 1988: I Megaliteres Epitihies
  • 1989: I Megales Epitihies
  • 1989: I Megaliteres Epitihies No. 2
  • 1990: Tolis Voskopoulos Gia Panta
  • 1990: Na Kanoume Enan Erota Olo Trela
  • 1990: Oli I Alithia
  • 1991: Stazeis Erota
  • 1993: Konta Sou Ego
  • 1995: Anepanaliptos
  • 1996: Matia Feggaria
  • 1998: Irthes San Oniro
  • 1999: I Nichta Gemise Fos
  • 2000: Ta Erotika
  • 2001: Live 2000–2001
  • 2002: I Sosti Apantisi
  • 2003: Kali Sou Tichi
  • 2005: Antitheto Revma
  • 2006: Stis Zois Mou Tis Strates
  • 2007: Na Me Koitas Sta Matia

Singles (Auswahl)

  • Prin Hathi To Oniro Mas (mit Marinella)
  • To Feggari Panothe Mou
  • Mia Gynaika Ftaiei (mit Vasilis Karras)
  • Dio Kardies
  • Oi Antres Den Miloun Poly

Filmografie (Auswahl)

Weitere Informationen Jahr, Titel ...
Jahr Titel Rolle Anmerkungen
1969 Agonia
1971 Marijuana Stop!
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Einzelnachweise

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