Tom Friedrich

deutscher Jazzmusiker (Schlagzeug, Komposition) From Wikipedia, the free encyclopedia

Tom Friedrich (* 1994 in Chemnitz) ist ein deutscher Jazzmusiker (Schlagzeug, Komposition).

Leben und Wirken

Friedrich besuchte in Zwickau das Clara-Wieck-Gymnasium und das Robert-Schumann-Konservatorium Zwickau, wo er bis zum Abitur 2013 eine vertiefte musische Ausbildung erhielt. Ab 2013 studierte er zunächst an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig im Hauptfach Popular-/Jazz-Schlagzeug bei Heinrich Köbberling und Michael Wollny.[1] Dann setzte er sein Studium in Luzern, Wien und Weimar fort. Langjährig gehörte er zum Landesjugendjazzorchester Sachsen;[1] 2014/15 war er Mitglied im Bundesjazzorchester.[2]

Friedrich bildete bereits während des Studiums mit dem Pianisten Philipp Rumsch und dem Bassisten Carl Wittig das Trio Moment’s Concept, das 2018 auch mit dem Sänger Matthias Boguth tourte.[3] Mit Werner Neumann und dem Organisten Steffen Greisiger wirkt er im kollaborativen Trio WeNet. Mit den beiden Saxophonisten Max Hirth und Christopher Kunz und dem Bassisten Stephan Deller am Bass bildete er das Quartett Perplexities On Mars, das zwei Alben veröffentlichte. Mit Carl Wittigs Aurora Oktett legte er zwei Alben vor. Außerdem gehört er zur Bigband von Monika Roscher und war an Albenproduktionen mit dem Matti Oehl Quartett, dem Georg Demel Quartett und dem Lora Kostina Trio beteiligt. Weiterhin arbeitete er mit Johannes Enders, Florian Weber, Florian Ross, Jean-Paul Brodbeck und der WDR Big Band. Er spielte unter anderem in der Schweiz, Kanada, Israel, Rumänien, Polen, England, Österreich, Italien und Russland.[1]

Preise und Auszeichnungen

2011 und 2013 wurde Friedrich als Talent des Jahres vom BMBF ausgezeichnet; zudem ist er mehrfacher Preisträger der Wettbewerbe Jugend jazzt und Jugend musiziert.[1] 2020 erhielt er den Leipziger Jazzpreis mit der Band Perplexities on Mars. Mit Wittigs Aurora Oktett erhielt er 2025 den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie „Großes Ensemble des Jahres.“[4]

Diskographische Hinweise

Einzelnachweise

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