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Tomahügel

Geländeform From Wikipedia, the free encyclopedia

Ein Tomahügel ist eine isolierte hügelförmige Anhäufung aus Gesteinsschutt in einer Ebene. Albrecht Penck und Eduard Brückner[1] führten den Begriff Tomalandschaft im Jahr 1901 ein. Er leitet sich aus dem surselvischen Wort Tuma (deutsch Hügel) ab, in Anlehnung an eine Reihe solcher charakteristischen Erhebungen, den Tumas, in einem Abschnitt des Alpenrheintals zwischen Chur und Domat/Ems. Nach dem Schweizer Geologen Adrian Pfiffner sollte der Begriff Tomahügel nach der Typlokalität durch Tuma ersetzt werden.

Tomahügel bei Domat/Ems in der Schweiz
Tuma Tschelli

Tomahügel haben typischerweise eine sehr gleichmäßige, symmetrische Gestalt. Nach der Definition von Gerhard Abele (1969)[2] enthält ein Tomahügel meist einen Kern aus Bergsturzmaterial, zudem aber üblicherweise auch Gerölle. Eine frühere zeitliche Zuordnung zu eiszeitlichen Vorgängen ist inzwischen widerlegt (u. a. v. Poschinger & Ruegg 2012[3]). Auch die Entstehung durch Erosion aus einem größeren Bergsturzareal wurde widerlegt[2], da die Tumas im Umfeld des wohl verantwortlichen Flimser Bergsturzes im Untergrund nicht zusammenhängen.

Bei einem Gebiet mit mehreren solcher Erhebungen spricht man von Tomalandschaft, in der Schweiz auch von Tumalandschaft.

Die «Tomalandschaft bei Domat/Ems» ist als Landschaftsschutzgebiet im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung verzeichnet.[4] In Chur bestehen noch 4 von 11 Tomahügeln.[3]

Liste

Weitere Informationen Name, Anmerkungen ...
Liste der Tomahügel bei Chur
Name Anmerkungen Bild ⊙
Ackerbühl[3]
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Motiv: Ackerbühl (Tomahügel)

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Walserbüel (Polentahügel)[3] Raschärenstrasse
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Motiv: Walserbüel (Tomahügel) bei Raschärenstrasse

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Felsenau[3] Ringstrasse 38 / Felsenaustrasse 15
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Motiv: Felsenau (Tomahügel) bei Ringstrasse 38 und Felsenaustrasse 15

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Rheinfels[3] Raschärenstrasse 38 / Rheinfelsstrasse
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Motiv: Rheinfels (Tomahügel) bei Raschärenstrasse 38 und Rheinfelsstrasse

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Siehe auch: Liste der Tumas bei Domat/Ems

Literatur

  • Andreas von Poschinger, Thomas Ruegg: Die Churer Tomahügel, ein besonderes Zeugnis der Landschaftsgenese. In: Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft Graubünden. Band 117, 2012, S. 93–100 (Mit Liste von Namen, Geologie, Zustand 2010, 7 von 11 abgetragen; erhalten ganz oder teilweise sind Walserbühl, Rheinfels, Ackerbühl, Felsenau).
  • Hans Brunner: Die Churer Toma. Vom «Polentahugel», «Rheinfels», «Ackerbühl» und andern Churer Bücheln. In: Bündner Jahrbuch. Band 4, 1962, S. 67–75 (Mit vergleichender Liste der Namen von 9 Tumas bei Moritzi[5][6], Tarnuzzer[7], Staub[8] und Schorta[9]).

Einzelnachweise

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