Toxic.fm
Schweizer Hörfunksender
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toxic.fm ist ein nichtkommerzieller Radiosender in St. Gallen. Eigentümer ist die RSS AG, welche zu 52 % der Universität St. Gallen, deren Studentenschaft und zu 48 % zu CH Media gehört.
| toxic.fm | |
| we make you move | |
| Hörfunksender (nichtkommerzielle Aktiengesellschaft) | |
| Empfang | analog terrestrisch, Kabel, Internet + DAB+ |
|---|---|
| Empfangsgebiet | St. Gallen, Schweiz (UKW) |
| Sendestart | 3. Dez. 2001 |
| Eigentümer | RSS AG |
| Geschäftsführung | Timo Michels |
| Programmdirektion | Timo Michels |
| Reichweite | 11'200 (2. Halbjahr 2023, Mo–Fr, D-CH, 15+)
1'000'000 (März / April 2025), Mo–So, Global, Internet-Stream |
| Liste von Hörfunksendern | |
Neben dem regulären Radioprogramm bietet toxic.fm strukturierte Ausbildungs- und Fördermöglichkeiten im Medienbereich an, die insbesondere jungen Menschen den Einstieg in journalistische, technische und kreative Tätigkeiten in der Medienbranche ermöglichen.
Geschichte
Eine Gruppe von Studierenden der Universität St. Gallen realisierte im Mai 2000 in einer ersten Pilotsendephase, damals noch unter dem Label «Radio HerzSchlaG» ein Programm bestehend aus täglich 17 Stunden moderiertem Programm, stündlichen Nachrichten, Beiträge über Events und Themen rund um die Universität. Am 19. Januar 2001 wurde als Trägerschaft die Stiftung Radio Herzschlag gegründet, welche toxic.fm bis 2010 verantwortete.
Am 24. Januar 2001 stellte das Gründungsteam ein Konzessionsgesuch an das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) für eine alternative UKW-Frequenz in St. Gallen. Parallel dazu lief von Januar bis April 2001 eine zweite, erweiterte Pilotphase. Gesendet wurde damals aus einer Wohnung direkt gegenüber dem Universitäts-Hauptgebäude. Da die beantragte Konzession nicht bis Ende der Pilotphase erteilt werden konnte, musste der geplante Sendestart vom 1. Mai 2001 verschoben werden.
Am 3. Dezember 2001 wurde die Konzession für ein «publizistisch-kulturelles Kontrastprogramm» erteilt und im neu bezogenen Studiostandort an der Engelaustrasse konnte toxic.fm mit der UKW-Frequenz 107,1 MHz in St. Gallen und Umgebung auf Sendung gehen.
Zielpublikum und Programm
toxic.fm war bis 2022 ein Rockradio. Gespielt wurden Rocksongs aus den letzten 20 Jahren (Modern Rock). In April 2022 wurde das Programm in ein Dance CHR Format geändert.[1] Das Abendprogramm widmet sich spezifischen Musikstilen (Dance, Hip-Hop, Elektro, DJ usw.).
Der Schweizer DJ und Musikproduzent Gil Glaze ist regelmässig mit einem monatlichen Livemix im Programm von toxic.fm vertreten. Ebenso gestaltet die aus St. Gallen stammende DJ Tanja La Croix einen festen Bestandteil des Abendprogramms und präsentiert einmal pro Monat einen Mix im Rahmen der DJ-Sendungen
Seit Januar 2026 ist zudem die Schweizer Trance- und Dance-DJ DJ Tatana monatlich mit einem eigenen Mix im Programm vertreten.[2] Die Premiere dieses Format fand am 2. Januar 2026 statt.
Ergänzend zum Radioprogramm produziert toxic.fm regelmässig Livestreams mit DJ- und Dance-Acts, die gleichzeitig auf YouTube übertragen werden. Dabei spielen DJs wie Gil Glaze oder DJ Tatana komplette Live-Sets, die gleichzeitig auf YouTube übertragen werden. Die Livestreams werden mit anwesendem Publikum im Studio produziert.
Zielgruppe sind 15- bis 35-Jährige.
Organisation
toxic.fm wurde zu Beginn von einer unabhängigen Stiftung getragen. Im Jahre 2010 wurde toxic.fm an die RSS AG, Radioschule Schweiz übergeben. Wie die Stiftung vorher ist auch die RSS AG nicht-gewinnorientiert. Die RSS AG betreibt toxic.fm als Radiosender mit zusätzlicher Ausbildungsverantwortung. Ein Team von Festangestellten leitet den Betrieb operativ, das Tagesprogramm wird mehrheitlich von den Lehrgangsteilnehmenden (Teilnehmerinnen der angebotenen Ausbildungsprogramme) gestaltet, redaktionell betreut und moderiert. toxic.fm ist Mitglied im Verband Schweizer Privatradios VSP.
Sendegebiet
Über UKW ist toxic.fm in Grossraum St. Gallen empfangbar, über DAB+ in der Region St. Gallen / Ostschweiz, im Kabelnetz der Ostschweiz, im Digitalfernseh-Angebot von «Swisscom TV» sowie per Internet-Livestream weltweit. Mit dem angebotenen Videolehrgang produziert toxic.fm zudem Bewegtbildmaterial und Social-Media-Content für die Plattformen Youtube, Instagram und TikTok.
Weblinks
- Website von Radio toxic.fm
- Konzessionsübertragung an RSS AG (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2017. Suche in Webarchiven), PDF abgerufen am 3. Juni 2011