Trabea (Dichter)

römischer Komödiendichter vermutlich im 3. bzw. frühen 2. Jahrhundert v. Chr. From Wikipedia, the free encyclopedia

Trabea war ein römischer Komödiendichter der republikanischen Zeit, vermutlich im 3. bzw. frühen 2. Jahrhundert v. Chr., der zur Gattung der fabula palliata gehörte. Über seine Person ist nichts Näheres bekannt; er ist nur durch sein Cognomen überliefert. Ein Vorname ist nicht überliefert; die gelegentlich angegebene Form Quintus Trabea ist quellenmäßig nicht belegt.

Von Trabea sind Fragmente erhalten, die in Ciceros Tusculanae disputationes überliefert sind. Eines enthält eine sentenzartige Aussage; das andere beschreibt die euphorische Erwartung eines Jünglings beim Betreten eines lupanar (Bordell).[1] Ein weiteres Fragment ist in Ciceros De finibus bonorum et malorum überliefert, in dem die Wendung voluptatem animi nimiam („übermäßige Lust der Seele“) erscheint; es zeigt die Verwendung affektbezogener Begriffe in der römischen Komödie.[2]

Trabea wird zudem von Varro zusammen mit anderen Komödiendichtern wie Caecilius Statius und Atilius genannt. Varro zählt ihn zu den Dichtern, die besonders wirkungsvoll Affekte hervorzurufen verstanden. Auch Cicero zitiert ihn und kritisiert einen übermäßigen Affektausdruck.[3] Inhalt und Stil der Fragmente zeigen eine Nähe zur Komödientradition des Plautus. In der von Volcacius Sedigitus überlieferten Rangliste römischer Komödiendichter nimmt er den achten Platz ein.[4]

Literatur

Einzelnachweise

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