Trankwice
Dorf in Polen
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Trankwice (deutsch Trankwitz, früher Trankwitz oder Trankwitze[1]) ist ein Dorf in der Landgemeinde (Gmina) Stary Targ im Powiat Sztumski der polnischen Woiwodschaft Pommern.
Geographische Lage
Das Dorf liegt im ehemaligen Westpreußen, etwa 16 Kilometer nordöstlich von Sztum, 16 Kilometer südöstlich von Malbork und zehn Kilometer nordwestlich von Dzierzgoń.
Geschichte



Ältere Ortsbezeichnungen sind Trankotin (1321), Trankatin (1354), Trankot (1437) und Trankwitz (1515).[2] Zur Ordenszeit wird 1321 am Ambrosius-Tag dem getreuen Preußen Witko, Sohn des Mincze, das Feld Semmolanx oder Witchen gegeben.[2] In dieser Gegend entstand später das Gut Trankwitz.
Besitzer des Ritterguts Trankwitz mit Ziegelei um 1896 war Otto von Kries.[3]
Am 1. April 1927 hatte der Gutsbezirk Groß Trankwitz eine Flächengröße von 575 Hektar.[4]
Am 30. September 1928 wurden die Gutsbezirke Buchwalde, Telkwitz, Choyten (seit 1929 Koiten) und Trankwitz zur neuen Landgemeinde Trankwitz zusammengeschlossen.[5]
Im Jahr 1945 gehörte die Landgemeinde Trankwitz zum Landkreis Stuhm im Regierungsbezirk Marienwerder im Reichsgau Danzig-Westpreußen des Deutschen Reichs. Trankwitz war dem Amtsbezirk Troop zugeordnet.
Im Januar 1945 wurde Trankwitz von der Roten Armee besetzt. Nach Beendigung der Kampfhandlungen wurde die Region seitens der sowjetischen Besatzungsmacht zusammen mit ganz Hinterpommern und der südlichen Hälfte Ostpreußens – militärische Sperrgebiete ausgenommen – der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Es wanderten nun Polen zu. Trankwitz wurde unter der polnischen Ortsbezeichnung „Trankwice“ verwaltet. Die einheimische Bevölkerung wurde von der polnischen Administration mit wenigen Ausnahmen aus Trankwitz vertrieben.
Demographie
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1783 | – | adliges Gut, 14 Feuerstellen (Haushaltungen), in Westpreußen[1] |
| 1818 | 95 | Dorf, adlige Besitzung[6] |
| 1864 | 194 | Rittergut, darunter 112 Evangelische und 82 Katholiken[7] |
| 1885 | 194 | am 1. Dezember, davon 153 Evangelische, 40 Katholiken und ein sonstiger Christ[8] |
| 1910 | 190 | Landgemeinde, am 1. Dezember, darunter 64 Evangelische und 122 Katholiken; 55 Personen mit polnischer Muttersprache[9] |
| 1925 | 197 | Gutsbezirk, am 16. Juni[4] |
| 1933 | 693 | [10] |
| 1939 | 610 | [10] |
Kirche
Die Protestanten der hier bis 1945 anwesenden Dorfbevölkerung gehörten zur evangelischen Pfarrei Stalle.[11]
Literatur
- Trankwitz, Domäne, Kreis Stuhm, Regierungsbezirk Marienwerder, Provinz Westpreußen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Trankwitz (meyersgaz.org).
- Buchwalde, Gut, Kreis Stuhm, Regierungsbezirk Marienwerder, Provinz Westpreußen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Buchwalde (meyersgaz.org).
- Telkwitz, Gut, Kreis Stuhm, Regierungsbezirk Marienwerder, Provinz Westpreußen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Telkwitz (meyersgaz.org).
- Choyten, Rittergut, Kreis Stuhm, Regierungsbezirk Marienwerder, Provinz Westpreußen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Choyten (meyersgaz.org).
- Friedrich Wilhelm Ferdinand Schmitt: Geschichte des Stuhmer Kreises. Thorn 1868 (Google Books).