Trans Europa Express (Lied)
Lied aus dem Jahr 1977 von Kraftwerk
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Trans Europa Express ist ein Lied der deutschen Band Kraftwerk, das im März 1977 erschien.
22. April 1977 (Single)
6:36 (Albumversion)
| Trans Europa Express / Trans-Europe Express | |
|---|---|
| Kraftwerk | |
| Veröffentlichung | März 1977 (Album) 22. April 1977 (Single) |
| Länge | 3:56 (Singleversion) 6:36 (Albumversion) |
| Genre(s) | Elektropop, Synthiepop |
| Autor(en) | Ralf Hütter, Florian Schneider-Esleben, Emil Schult |
| Produktion | Ralf Hütter, Florian Schneider-Esleben |
| Label | Kling-Klang-Studio |
| Album | Trans Europa Express / Trans-Europe Express |
Entstehung und Veröffentlichung
Das Lied wurde von den beiden Kraftwerk-Mitgliedern Ralf Hütter und Florian Schneider-Esleben getextet, komponiert und produziert. Beim Schreibprozess bekam das Duo Unterstützung durch deutschen audiovisuellen Künstler Emil Schult.[1]
Die Erstveröffentlichung von Trans Europa Express erfolgte im März 1977 bei Kling Klang, als Teil des sechsten, gleichnamigen Studioalbums von Kraftwerk (Katalognummer: 064-82 306). Am 22. April desselben Jahres erschien das Lied als erste Singleauskopplung aus dem Album. Diese erschien als 7″-Single mit der B-Seite Franz Schubert (Katalognummer: 006-85 077).[1] Am gleichen Tag erschien auch eine Single mit der englischsprachigen Version Trans-Europe Express. Diese erschien bei Capitol Records, ebenfalls mit der B-Seite Franz Schubert (Katalognummer: CL 15917). Diese Version erschien im Folgemonat auf dem englischsprachigen Albumpendant Trans-Europe Express (Katalognummer: Capitol SW-11 603).[2]
Inhalt und Stil
AllMusic beschreibt die musikalischen Elemente der Suite als ein eindringliches Thema mit dem „stummen Gesang des Titelsatzes“, der „langsam über diese rhythmische Basis gelegt wird, ähnlich wie das frühere Autobahn‘ aufgebaut war“. Der Liedtext bezieht sich auf das Album Station to Station und die Begegnung mit den Musikern David Bowie und Iggy Pop. Hütter und Schneider-Esleben hatten Bowie zuvor in Deutschland getroffen und seien geschmeichelt von der Aufmerksamkeit gewesen, die sie von ihm erhielten. Hütter interessierte sich für Bowies Arbeit, da er mit Iggy Pop, dem ehemaligen Leadsänger der Stooges, einer von Hütters Lieblingsgruppen, zusammengearbeitet hatte.[3]
Laut dem Musikjournalisten Louis Pattison ist das Lied „Ausdruck eines technologischen Sprungs nach vorne, in Gestalt des Synthanorma Sequenzer, einer Spezialanfertigung […] Trans Europa Express wirkt steif und mechanisch, ist aber auch voller Bewegung. Zum holprigen Rhythmus des ratternden Zuges ahmen an- und wieder abschwellende Synthie-Sounds das akustische Phänomen Dopplereffekt nach.“[4]
Rezeption
Bestenlisten
Im Jahr 2019 zählte der NME „Trans-Europe Express“ zu den „20 besten Disco-Songs aller Zeiten“.[5]
Im Jahr 2020 wurde es von Billboard und The Guardian als der „Beste Titel von Kraftwerk“ bezeichnet.[6]
In den Jahren 2021 und 2022 wurde das Lied in den Listen des Rolling Stone „Top 500 Greatest Songs of All Time“ und „200 Greatest Dance Songs of All Time“ auf Platz 304 und zwölf geführt.[7][8]
Robert Dimery listete Trans Europa Express in seinem Buch 1001 Songs die Sie hören sollten, bevor das Leben vorbei ist.[4]
Nachwirkungen
Das Stück wurde in New Yorker Tanzclubs populär und hat seitdem weiteren Einfluss gefunden, sowohl im Hip-Hop durch seine Interpolation von Afrika Bambaata (über Arthur Baker) auf Planet Rock, das von vielen verschiedenen Künstlern wie Paul Oakenfold für den Soundtrack von Swordfish gesampelt und geremixt wurde, als auch von modernen experimentellen Bands wie den Electroclash-Bands der frühen 2000er-Jahre.[7]
Chartplatzierungen
Trans Europa Express avancierte, in seinen verschiedenen Sprachversionen, zum Charthit in Schweden (Rang 15), Belgien-Flandern (Rang 26)[2] und den Vereinigten Staaten (Rang 67).[9]
| ChartsChartplatzierungen | Höchstplatzierung | Wochen |
|---|---|---|
| 67 (7 Wo.) | 7 |
Weblinks
- Liedtext bei Genius.com
- Trans Europa Express auf YouTube
- Trans-Europe Express — Kraftwerk’s train-inspired track travelled far and wide David Cheal in Financial Times - Life of a Song (7. Februar 2022)