Trashigang Dzong
Klosterburg in Trashigang, Bhutan
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Trashigang Dzong (Dzongkha: བཀྲ་ཤིས་སྒང་རྫོང, dt.: „Festung des glückverheißenden Hügels“) ist eine der größten Dzong-Festungen in Bhutan. Sie befindet sich in Trashigang im gleichnamigen Distrikt. Die Festung wurde 1659 zum Schutz vor tibetischen Invasionen erbaut. Sie beherbergte eine Mönchsgemeinschaft und diente als zentrales Verwaltungszentrum des Distrikts Trashigang, bevor diese aufgrund der laufenden Restaurierungsarbeiten verlegt wurde.[1][2][3][4]
| Trashigang-Dzong | ||
|---|---|---|
| Staat | Bhutan | |
| Entstehungszeit | 1659 | |
| Burgentyp | Dzong (Klosterburg) | |
| Geographische Lage | 27° 20′ N, 91° 33′ O | |
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Geschichte
Die Festung wurde 1659 auf einem Felsvorsprung mit steilen Klippen an drei Seiten errichtet und überblickt die Flüsse Drangme Chhu und Gamri Chhu. Der Bau des Dzong wurde von Ngawang Namgyal prophezeit, der den Penlop (Gouverneur, ཀྲོང་གསར་དཔོན་སློབ) von Trongsa, Chhogyal Minjur Tempa, anwies, die lokalen Stammesführer zu stürzen und den Dzong zu errichten.[3] Der Legende nach erschreckte der Anblick des Dzong die tibetische Armee, die sich mit dem Ausruf zurückzog, der Dzong sei ein „Himmels-Dzong und nicht auf dem Boden“ („Sky Dzong and was not on the ground“). Der Dzong wurde zwischen 1680 und 1694 von Gyalsey Tenzin Rabgye und 1936 von Dzongpon Dopola erweitert. Er wurde von Dudjom Jigdral Yeshe Dorje geweiht und erhielt den Namen Trashigang. Nach dem Chinesisch-Indischen Krieg von 1962 erlaubte Bhutan heimkehrenden indischen Soldaten die Durchreise durch Ostbhutan. Sie mussten jedoch ihre Gewehre in der Waffenkammer des Dzong abgeben und durften Bhutan nur unbewaffnet durchqueren. Die Gewehre befinden sich bis heute im Dzong. Jedes Jahr findet dort das viertägige Trashigang-Tsechu-Fest statt, an dem täglich etwa 1500 Menschen teilnehmen.[1][5][6][7][8]
Erhaltung
Der Dzong bekam infolge des Erdbebens von Bhutan 2009, dessen Epizentrum nur 16 km entfernt lag, tiefe Risse.[2] Eine Partnerschaft zwischen dem World Monuments Fund, dem Prinz-Claus-Stiftung für Kultur und Entwicklung und der Bhutan Foundation sorgte für die Durchführung der Notreparaturen. Im Februar 2014 stellte die indische Regierung 190 Mio. Ngultrum (BTN) für die Renovierung des Dzongs zur Verfügung. Die Renovierungsarbeiten dauerten bis 2018, die Kosten stiegen dabei jedoch auf 227,5 Mio. BTN. Aus Sicherheits- und Gesundheitsgründen wurden außerhalb des Dzong-Geländes eine Drasha (Mönchsherberge) für 50 Mönche sowie ein Tshokhang (Speisesaal) errichtet. Die Regierung rekrutiert zudem arbeitslose Jugendliche aus der Region für den Bau des Dzongs und verwendet dabei lokale Materialien, darunter Holz hauptsächlich aus Bumthang und Steine aus Chazam. Die Verwaltungsbüros des Distrikts Trashigang wurden vorübergehend in die Trashigang Middle Secondary School verlegt, während die Geistlichen in eine Schule im Gewog Samkhar, etwa 10 km vom Dzong entfernt, umgesiedelt wurden.[2][9][10]

