Trempelmarkt

Bezeichnung für den größten deutschen Flohmarkt in Nürnberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Nürnberger Trempelmarkt (fränkisch auch Trem-ba-les-markt) ist Deutschlands größter Flohmarkt oder einer der größten.[1] Der Name stammt von dem fränkischen Wort „trempala“ für kleine Fläche ab.[2]

Trempelmarkt Mai 2005 nahe der Lorenzkirche

Geschichte

Ab dem 16. Jahrhundert gab es einen Alt- und Gebrauchtwarenmarkt im Innenhof des Rathauses. Im 18. Jahrhundert wurde er auch Tendel- bzw. Trändelmarkt genannt und in den Jahren 1809/1810 in Trödelmarkt umbenannt.[1]

Der heutige Trempelmarkt geht auf das Jahr 1971 in zunächst kleinem Rahmen mit ca. 100 privaten Händlern zurück. Zwei Jahre später war die Zahl der Händler bei ca. 1.850 Anbietern. Ab 1976 war der Markt eine Massenveranstaltung.[1]

Seit 1983 findet der Markt zweimal im Jahr in der Nürnberger Innenstadt statt – Hauptveranstaltungsort ist der Hauptmarkt mit Ausdehnung in die angrenzenden Straßen und auf die nahegelegenen Plätze – jeweils am zweiten Wochenende im Mai und im September.[1][3] Neben den weiterhin privaten Händlern finden sich professionelle Händler, ca. 4.000 Anbieter insgesamt. Ca. 200.000 Besucher kommen jährlich.[1][4]

Ab Freitagnachmittag findet der Verkauf bis Mitternacht statt, beginnt am Samstag gegen sieben Uhr und dauert den gesamten Tag bis zum Abend.[5]

Verkaufsangebot

Man kann, unter anderem, Sammelobjekte, Vintage-Artikel, Antiquitäten, Werkzeug, Porzellan, Kleidung, Haushaltsgeräte, Schmuck, Möbel und Bücher erhalten.[6] Verboten sind Kriegsspielzeug, Essen und Trinken als Verkaufsware, lebende Tiere, das Abschließen von Verträgen, das Verteilen von Werbung und der Verkauf von Waren zu Propagandazwecken.[7]

Trivia

  • Die Händler kommen aus Deutschland, aber auch mehreren Ländern wie den Niederlanden, Österreich oder Belgien.[1]
  • Rund um die Frauenkirche und an zwei weiteren Plätzen gibt es spezielle Zonen nur für Kinderanbieter von sieben bis 15 Jahren,[8] die ohne Voranmeldung auf einer Fläche eines Quadratmeters verkaufen dürfen.[1][9]
  • Für eine Verkaufszone als Erwachsener bzw. ab 15 Jahren benötigt man Platzkarten, die im Vorfeld zu erwerben sind.[9]
  • Abgesehen vom historischen Pflaster (Kopfsteinpflaster) ist der Markt barrierefrei.[9]

Siehe auch

Einzelnachweise und Anmerkungen

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