Trevor Ncube

simbabwischer Journalist From Wikipedia, the free encyclopedia

Trevor Vusumuzi Ncube (geb. 1962 in Bulawayo) ist ein simbabwischer Medienunternehmer und Zeitungsverleger; er ist Vorstand der in Harare ansässigen Alpha Media Holdings.[1][2] Von 2002 an kontrollierte er den südafrikanischen Mail & Guardian und schied 2017 mit dem Verkauf an den Media Development Investment Fund aus.[3][4] Im Jahr 2008 wurde er für seinen Einsatz für unabhängigen Journalismus mit dem Deutschen Afrika-Preis ausgezeichnet.[5] Internationale Aufmerksamkeit erregte er 2005, als ihm die Behörden den Reisepass entzogen; ein Gericht erklärte die Maßnahme alsbald für unrechtmäßig, und die Behörden gaben das Dokument zurück.[6][7][8]

Trevor Ncube (2017)

Leben

Ncube wurde 1962 in Bulawayo geboren.[1] Er erwarb an der University of Zimbabwe einen Bachelor of Arts (Honours) in Wirtschaftsgeschichte.[9] Seine journalistische Laufbahn begann 1989 als Assistant Editor bei der Financial Gazette; 1991 wurde er Executive Editor, 1994 zum „Zimbabwean Editor of the Year“ gewählt.[9] Im Juli 2002 erwarb seine Firma Newtrust Company Botswana Limited 87,5 % der M&G Media Ltd., der Herausgeberin des Mail & Guardian; Ncube übernahm damit den Vorsitz und die Geschäftsführung.[3] Im Dezember 2017 wurde der Mail & Guardian mehrheitlich vom im New York ansässigen Media Development Investment Fund übernommen; zugleich schied Ncube aus dem Unternehmen aus.[4]

Wirken

In Simbabwe baute Ncube die private Mediengruppe Alpha Media Holdings auf, deren Titel u. a. The Zimbabwe Independent, The Standard und seit dem 4. Juni 2010 NewsDay umfassen; bei Alpha Media Holdings ist er Vorstand.[2][10] Ncube profilierte sich als Fürsprecher der Pressefreiheit; 2005 verurteilte das Komitee zum Schutz von Journalisten die Passentziehung als Angriff auf die Grundrechte.[6] Das Hohe Gericht in Harare erklärte die Beschlagnahme am 15. Dezember 2005 für rechtswidrig; kurz zuvor war der Pass bereits zurückgegeben worden.[7][8] Er diente zudem als Präsident von Print Media South Africa.[9] Für seinen langjährigen Einsatz für unabhängigen Journalismus, Meinungsfreiheit und Menschenrechte erhielt Ncube 2008 den Deutschen Afrika-Preis; internationale Plattformen wie das Weltwirtschaftsforum beriefen ihn darüber hinaus in beratende Gremien zu Medien- und Informationsfragen.[5][2]

Einzelnachweise

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