Trichostatin A

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Trichostatin A (TSA) ist ein gegen Pilze wirksames Antimykotikum aus dem Bakterium Streptomyces platensis[2] und blockiert selektiv die Klasse I- und Klasse II-Histon-Deacetylasen (HDAC) von Säugetieren; aber nicht HDAC der Klasse III / Sirtuine.[3]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Trichostatin A
Allgemeines
Name Trichostatin A
Andere Namen
  • [R-(E,E)]-7-[4-(Dimethylamino)phenyl]-N-hydroxy-4,6-dimethyl-7-oxo-2,4-heptadienamid
  • TSA
Summenformel C17H22N2O3
Kurzbeschreibung

gelber Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 58880-19-6
EG-Nummer (Listennummer) 611-758-2
ECHA-InfoCard 100.107.856
PubChem 444732
ChemSpider 392575
DrugBank DB04297
Wikidata Q425894
Eigenschaften
Molare Masse 302,37 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

140–143 °C[1]

Löslichkeit

löslich in Ethanol, Dimethylformamid und DMSO[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302312315317319332335
P: 261280305+351+338[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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TSA blockiert außerdem den eukaryontischen Zellzyklus während des Beginns der Zellteilung.

TSA kann verwendet werden, um die Genexpression durch Inhibierung der Entfernung von Acetylgruppen auf Histonen (Histon-Deacetylasen, HDAC) zu verändern.[4] Damit verbessert sich die Fähigkeit der Transkriptionsfaktoren, an DNA-Promotorbereichen andocken zu können.

Da in Krebszellen häufig Histon-Deacetylasen aktiv sind, die die Expression tumorsupprimierende Gene hemmen, besitzt das Trichostatin A Potential als Krebsmedikament.[5] Eine Theorie zum Wirkmechanismus von TSA besagt, dass das Antibiotikum die Expression von Apoptose-Genen hochreguliert und so die Überlebenswahrscheinlichkeit von Krebszellen senkt.[6] Andere Theorien sehen das TSA als Induktor der Zelldifferenzierung, was einen Wachstumsstop der ansonsten dedifferenzierten und somit teilungsfähigen Krebszellen bewirkt.

In klinischen Untersuchungen wird Trichostatin A bislang kaum eingesetzt.[7]

Einzelnachweise

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