Trifluoracetophenon

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Trifluoracetophenon ist eine organisch-chemische Verbindung aus der Gruppe der Ketone, wobei an die Carbonylgruppe eine Phenylgruppe und eine Trifluormethylgruppe gebunden ist.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Trifluoracetophenon
Allgemeines
Name Trifluoracetophenon
Andere Namen
  • α,α,α-Trifluoracetophenon
  • 2,2,2-Trifluoracetophenon
  • Phenyltrifluormethylketon
Summenformel C8H5F3O
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 434-45-7
EG-Nummer 207-103-1
ECHA-InfoCard 100.006.459
PubChem 9905
ChemSpider 9521
Wikidata Q27265490
Eigenschaften
Molare Masse 174,12 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

1,24 g·cm−3 (25 °C)[1]

Schmelzpunkt

−40 °C[2]

Siedepunkt
Löslichkeit

löslich in Diethylether, Ethanol und Benzol[3]

Brechungsindex

1,458 (20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 226315319335
P: 210233240241303+361+353305+351+338[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Herstellung

Trifluoracetophenon kann durch Friedel-Crafts-Acylierung hergestellt werden. Dazu wird Benzol in Kohlenstoffdisulfid mit Aluminiumchlorid und Trifluoracetylchlorid umgesetzt.[3]

Reaktionen und Verwendung

Trifluoracetophenon kann als Quelle für Trifluormethylgruppen zur Herstellung von Trifluormethylkupfer dienen. Dazu wird zunächst in Dimethylformamid ein Komplex aus Kupfer(I)-chlorid und Kalium-tert-butanolat hergestellt und dann das Trifluoracetophenon zugesetzt. Trifluormethylkupfer wiederum dient als Reagenz für Trifluormethylierungen.[4] Nicht-enolisierbare Ketone wie Benzophenon können mit Trifluoracetophenon und Kalium-tert-butanolat direkt trifluormethyliert werden.[5]

Daneben eignet sich Trifluoracetophenon als Katalysator für Oxidationsreaktionen. Als stöchiometrisches Oxidationsmittel dient dabei Wasserstoffperoxid. Trifluoracetophenon liegt überwiegend als Ketonhydrat vor, bei dem in Gegenwart von Wasserstoffperoxid vermutlich eine oder beide Hydroxygruppen gegen Hydroperoxid-Gruppen ausgetauscht werden können, wodurch das eigentliche Oxidationsmittel gebildet wird. Dieses eignet sich, um tertiäre Amine mit über 95 % Ausbeute in N-Oxide zu überführen, beispielsweise Pyridin zu Pyridin-N-oxid oder N-Methylmorpholin zu N-Methylmorpholin-N-oxid.[6] Auch als Katalysator für die Epoxidierung von Alkenen mit Wasserstoffperoxid ist es geeignet.[7]

Einzelnachweise

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