Trimethadion

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Trimethadion ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Oxazolidinone.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Trimethadione
Allgemeines
Freiname Trimethadion[1]
Andere Namen
  • 3,5,5-Trimethyloxazolidin-2,4-dion
  • 3,5,5-Trimethyl-1,3-oxazolidin-2,4-dion
  • 3,5,5-Trimethyl-2,4-oxazolidindion
  • Trimetadion
  • Troxidon
Summenformel C6H9NO3
Kurzbeschreibung

weißer bis gelblicher Feststoff[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 127-48-0
EG-Nummer 204-845-8
ECHA-InfoCard 100.004.406
PubChem 5576
ChemSpider 5374
DrugBank DB00347
Wikidata Q827916
Arzneistoffangaben
ATC-Code

N03AC02

Eigenschaften
Molare Masse 143,14 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Schmelzpunkt

46 °C[2]

Siedepunkt

78–80 °C (6,6 hPa)[3]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]

Gefahr

H- und P-Sätze H: 360
P: 501202201280308+313405[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Trimethadion kann durch Reaktion von 5,5-Dimethyloxazolidin-2,4-dion[S 1] und Natriumhydroxid in Wasser mit Dimethylsulfat hergestellt werden. Die Verbindung wurde 1944 zum ersten Mal von M. A. Spielman synthetisiert und 1951 von Abbot und British Scheering patentiert.[4][5][6][7]

Eigenschaften

Trimethadion ist ein weißes bis gelbliches, kristalles Pulver, das löslich in Wasser ist.[2] In reinem Zustand hat es einen brennenden, leicht scharfen Geschmack und einen milden Camphergeruch.[6]

Verwendung

Trimethadion wird als Antikonvulsivum verwendet.[5] Es ist angezeigt zur Behandlung von Petit-Mal-Anfällen, die auf die Behandlung mit anderen Arzneimitteln nicht ansprechen.[8] Trimethadion-Präparate wurden in den USA (Handelsname Tridione) und in europäischen Ländern vom Markt genommen aufgrund der selten gewordenen Verwendung sowie möglicher schwerer Nebenwirkungen (Stevens-Johnson-Syndrom, hämatologische Komplikationen[8]) und Teratogenität (vgl. Trimethadion-Embryopathie).[9][10]

Regulierung

Über den Safe Drinking Water and Toxic Enforcement Act of 1986 besteht in Kalifornien seit dem 1. Januar 1991 eine Kennzeichnungspflicht für Produkte, die Trimethadion enthalten.[11]

Einzelnachweise

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