Triotone
Musikalbum von Anthony Braxton, György Szabados und Vladimir Tarasov
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Triotone ist ein Musikalbum von Anthony Braxton, György Szabados und Vladimir Tarasov. Die am 13. September 2003 auf dem 9. Festival of Jazz and Improvised Music Kanjiža im Serbien-Montenegro-Kunsthaus Cnesa entstandenen Aufnahmen erschienen im Dezember 2004 auf Leo Records.
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CD, Download
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| Livealbum von Anthony Braxton, György Szabados, Vladimir Tarasov | ||||
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
5 | |||
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53:48 | ||||
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Besetzung |
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Aufnahmeort(e) |
9th Festival of Jazz and Improvised Music, Kanjiža, Serbia-MontenegroArt House Cnesa | |||
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Hintergrund
Die CD entstand 2003 während einer Konzertreise nach Serbien und Montenegro und präsentiert Braxton als Teil eines Trios, das zwei Kompositionen des ungarischen Pianisten György Szabados spielte. Daraus entwickelten sich drei Zugaben/Improvisationen. Braxton, der offen für außergewöhnliche Kooperationen ist, hatte bereits Anfang der 1980er-Jahre mit Szabados gespielt und Aufnahmen gemacht. Hinzu kam der ehemalige Perkussionist des Ganelin Trios, Vladimir Tarasov.
Titelliste
- Anthony Braxton, György Szabados, Vladimir Tarasov – Triotone (Leo Records – CD LR 416)[1]
- Trioton (György Szabados) 32:28
- Black Toots (György Szabados) 7:11
- Improvisation 1 6:09
- Improvisation 2 4:25
- Improvisation 3 4:35
Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Anthony Braxton, György Szabados und Vladimir Tarasov.
Rezeption
Anthony Braxtons vielleicht ungewöhnlichste und zugleich gelungenste CD des letzten Jahrzehnts, Triotone, ist deshalb so einprägsam, weil der amerikanische Saxophonist hier nicht seine eigenen Ideen, sondern die eines improvisierenden Trios präsentiere, meint Ken Waxman (JazzWord). „Trioton“, das fast 32½-minütige Glanzstück der CD, zeuge von kompositorischem Können. Theatralisch inszeniert, wobei jeder Musiker seine festgelegte Rolle verkörpert, könnte das Stück stellenweise als Hörspiel durchgehen, in dem die Instrumente die Stimmen der Schauspieler ersetzten. Spritzig und erfrischend, würden die gut 30 Minuten wie im Flug vergehen – „so schnell wie ein dreiminütiger Popsong“. Szabados’ Status als „ungarischer Thelonious Monk“ finde seinen Ausdruck in „Black Toots“, das von kraftvollen, gebrochenen Akkorden durchdrungen ist. Triotone erinnere an Tarasovs selten gehörte Virtuosität, Braxtons Teamfähigkeit als Instrumentalist und die im Westen nahezu unbekannte kompositorische Kraft Szabados’ – und sei damit ein archetypisches Werk.[2]
Obwohl nominell unter Braxtons Namen geführt, repräsentiere diese Trio-Aufnahme eines Live-Konzerts aus Serbien-Montenegro von 2003 vor allem das Werk des lange Zeit übersehenen ungarischen Komponisten und Pianisten György Szabados, dessen Titelstück das Herzstück von „Triotone“ bilde, meint Matthew Sumera (One Final Note). Gemeinsam mit Tarasov am Schlagzeug würden sie ein bemerkenswert harmonisches Zusammenspiel bieten, das, wie die Liner Notes andeuten, eine Kombination aus Jazzimprovisation, ungarischer Moderne (im Stil von Bartók) und osteuropäischer Volksmusik berühre. Die folgenden vier Stücke – eine weitere Originalkomposition von Szabados, „Black Toots“, und drei Improvisationen – würden das Set abrunden, aber nichts erreiche die Intensität von „Triotone“, selbst wenn Braxton und Tarasov alles geben würden, um „Black Toots“ zum Leben zu erwecken. Das Album sei vor allem wegen seines Titelstücks empfehlenswert, das Fans aller drei Musiker begeistern dürfte. Es sei ein weiteres wichtiges Dokument jener Art von osteuropäischem Jazz, deren Dokumentation sich Leo Records verschrieben habe.[3]
Weblinks
- Trio Tone von Anthony Braxton / Vladimir Tarasov / György Szabados. In: Bandcamp. (englisch).