Trioxsalen

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Trioxsalen ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Furocumarine und Psoralenderivate.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Trioxsalen
Allgemeines
Name Trioxsalen
Andere Namen
  • 2,5,9-Trimethylfuro[3,2-g]benzopyran-7-on
  • 4,5′,8-Trimethylpsoralen
  • TMP
  • Trisoralen
Summenformel C14H12O3
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 3902-71-4
EG-Nummer 223-459-0
ECHA-InfoCard 100.021.327
PubChem 5585
DrugBank DB04571
Wikidata Q854263
Arzneistoffangaben
ATC-Code

D05AD01 D05BA01

Eigenschaften
Molare Masse 228,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,22 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

229–231 °C[1]

Löslichkeit

löslich in Chloroform (50 g·l−1)[1]

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314351
P: 280305+351+338310[1]
Toxikologische Daten

> 22.000 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Trioxsalen ist in verschiedenen Pflanzen enthalten, vor allem Psoralea corylifolia.[3]

Gewinnung und Darstellung

Trioxsalen kann durch eine mehrstufige Reaktion ausgehend von Malonsäure mit Acetophenon, 2,3-Dibrompropen und Erhitzung in einem Lösungsmittel wie N,N-Diethylanilin gewonnen werden.[4] Ebenfalls möglich ist die Darstellung ausgehend von 2-Methylresorcinol und dessen Reaktion mit Acetessigester, Allylbromid, Essigsäureanhydrid und anschließende Bromierung und Reaktion mit Natriummethoxid.[5]

Eigenschaften

Trioxsalen ist eine lichtempfindlicher, weißer Feststoff, der löslich in Chloroform ist.[1]

Verwendung

Trioxsalen wird für die photochemische Vernetzung von DNA als Sonde für die Nukleinsäure-Struktur und ihrer Funktion verwendet.[1] Trioxsalen ist pharmakologisch inaktiv, wird aber, wenn sie UV-Strahlung oder Sonnenlicht ausgesetzt sind, zu einem aktiven Metaboliten umgewandelt der bei der Behandlung von Vitiligo, Psoriasis und Tumoren eingesetzt werden kann.[3] Es ist nur in Skandinavien und den USA zugelassen für die dermatologische Behandlung.[6][7][8] Die Verbindung wurde 1965 auf den Markt gebracht.[9]

Einzelnachweise

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