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Tris(aziridinyl)-p-benzochinon

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Tris(aziridinyl)-p-benzochinon ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Benzochinone.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Tris(aziridinyl)-p-benzochinon
Allgemeines
Name Tris(aziridinyl)-p-benzochinon
Andere Namen
  • Triaziquone (INN)
  • Trenimon
Summenformel C12H13N3O2
Kurzbeschreibung

violette nadelartige Kristalle[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 68-76-8
EG-Nummer 200-692-6
ECHA-InfoCard 100.000.629
PubChem 6235
ChemSpider 5999
DrugBank DB13304
Wikidata Q1323947
Arzneistoffangaben
ATC-Code

L01AC02

Eigenschaften
Molare Masse 231,25 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

162–163 °C[1]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).
Schließen

Gewinnung und Darstellung

Tris(aziridinyl)-p-benzochinon kann aus den Ausgangsstoffen Aziridin und 2,6-Dimethoxy-1,4-benzochinon gewonnen werden.[4]

Eigenschaften

Tris(aziridinyl)-p-benzochinon ist ein violetter Feststoff, der schwer löslich in Wasser ist.[1]

Verwendung

Tris(aziridinyl)-p-benzochinon ist ein benzochinonhaltiges Alkylierungsmittel und wurde als Chemotherapeutikum verwendet. Die Verbindung ist bei einer Vielzahl von verschiedenen Tiertumoren in vitro und in vivo sowie bei menschlichen Tumoren wirksam. Der Wirkstoff entfaltet seine antitumorale Wirkung vermutlich durch Alkylierung von Zellbestandteilen und hemmt nachweislich die DNA- und RNA-Synthese.[5] Auch abgeleitete Verbindungen besitzen entsprechende Eigenschaften.[6] Es wurde in den 1960er Jahren klinisch zur Behandlung einer Reihe von Krebsarten eingesetzt. So wurde es intravenös bei der Behandlung von Leukämien und Lymphomen wie der chronischen lymphatischen Leukämie und der Hodgkin-Krankheit sowie bei Eierstockkrebs eingesetzt. Die Verbindung wurde auch als Salbe für Basalzell-Hautkrebs verwendet. Aufgrund seiner Toxizität für das Knochenmark und die Blutgefäßwände wurde es durch wirksamere Mittel ersetzt und wird seit vielen Jahren nicht mehr klinisch eingesetzt.[5]

Einzelnachweise

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