Trofarello
politische Gemeinde, Provinz Turin (TO), Region Piemont, Italien
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Trofarello (piemontesisch Trofarel) ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 10.497 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) in der Metropolitanstadt Turin, Region Piemont.
| Trofarello | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Piemont | |
| Metropolitanstadt | Turin (TO) | |
| Koordinaten | 44° 59′ N, 7° 44′ O | |
| Höhe | 276 m s.l.m. | |
| Fläche | 12,35 km² | |
| Einwohner | 10.497 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Fraktionen | Cima Villa, Rivera, Valle Sauglio | |
| Postleitzahl | 10028 | |
| Vorwahl | 011 | |
| ISTAT-Nummer | 001280 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Trofarellesi | |
| Schutzpatron | San Rocco | |
| Website | www.comune.trofarello.to.it | |
Kirche Santi Quirico e Giulitta | ||
Geographie

Trofarello liegt 15 km südöstlich von Turin. Der Ort liegt auf einer Höhe von 300 m s.l.m. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 12,32 km², die Einwohnerdichte beträgt etwa 900 Einwohner/km². Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Valle Sauglio und Trofarello. Die Nachbargemeinden sind Pecetto Torinese, Moncalieri, Cambiano und Santena.
Geschichte

In prähistorischer Zeit wanderten ligurische Völker in das Gebiet und vermischten mit lokalen Populationen. Später folgten keltische Stämme. Vom Einfluss der Kelten zeugen Bronzefibeln aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., die im Gebiet von Trofarello gefunden wurden.
Umfangreichere Dokumentationen gibt es von der römischen Präsenz, die sich ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. im Piemont entwickelte. Tatsächlich wurden an verschiedenen Orten römische Fundamente und Ziegel gefunden. Im Gebiet um Tofarello, insbesondere in der Nähe der Örtlichkeit Madonna di Celle, wurden Teile von Kapitellen und Säulen gefunden.
Es gibt auch Zeugnisse aus der Zeit nach dem Untergang des Weströmischen Reiches, aus dem 4. und 5. Jahrhundert, als das Piemont unter anderem von den Hunnen, Goten und Vandalen durchzogen wurde. Darüber hinaus wurden Erkenntnisse über die Anwesenheit lombardischer Stämme oder Lager gefunden.
In der von den Langobarden eingeführten Verwaltungsgliederung war Trofarello ein Lehen der Familie Guaggoni oder Vangioni, dann Vagnone, Grafen und Herren von Trofarello und Celle.
Das älteste noch erhaltene Dokument, in dem Trofarello als spezifische physische Gebietseinheit erwähnt wird, stammt aus dem Jahr 1228, aus der Zeit Friedrichs II. Darin befindet sich eine Schenkungsurkunde des Kreises Celle an die Herren von Revigliasco und Trofarello: nämlich die Familie Vagnone.
Was zur Herausbildung des Ortes beitrug, war die Funktion Tofarellos zu einem Verteidigungs- und Versorgungspostens, den der Ort entlang der Handelswege zwischen Genua und Frankreich ausübte.
1848 wurde Trofarello von der ersten piemontesischen Eisenbahn erreicht. Die Strecke Turin-Trofarello war der erste Abschnitt der Bahnstrecke Turin–Genua. Trofarello war einige Monate lang die Endstation des einzigen Zuges im Königreich Sardinien, bis er im folgenden Jahr nach Asti verlängert wurde. Die Fertigstellung der gesamten Strecke bis Genua erfolgte im Jahr 1853. Im Jahr 1878 wurde Trofarello zum Knotenpunkt der Linie Trofarello-Chieri, die noch heute Tofarello mit Turin verbindet. Die durch Trofarello führende Dampfleitung wurde bereits zwischen 1921 und 1922 mit dreiphasigem Wechselstrom elektrifiziert. Die Genueser Tunnel waren bereits zwischen 1911 und 1914 elektrifiziert worden, um das dramatische Problem der giftigen Dämpfe im Tunnel zu lösen, die durch kohlebetriebene Lokomotiven verursacht wurden. Mit der Elektrifizierung der gesamten Strecke war es schließlich möglich, diese vollständig mit Elektrolokomotiven zu befahren und so einen Wechsel an der Kreuzung Ronco Scrivia vor der Einfahrt in die Passtunnel in Richtung Genua zu vermeiden. Die heutige 3000-V-Gleichstromelektrifizierung wurde 1961 im Zuge der Modernisierung des gesamten Turiner Streckennetz installiert.[2]
Im Jahr 1956 wuchs das Gebiet von Trofarello, nachdem der Weiler Valle Sauglio, der sich von Pecetto getrennt hatte, zur Gemeinde zusammengelegt wurde.
Bevölkerungsentwicklung

Städtepartnerschaft
Weblinks
- Informationen bei comuni-italiani.it (italienisch)
