Trondheimfjord
Fjord in Norwegen
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Der Trondheimfjord (norwegisch Trondheimsfjorden) ist mit 130 Kilometer Länge der drittlängste Fjord Norwegens.
| Trondheimfjord | ||
|---|---|---|
Insel Munkholmen im Trondheimfjord | ||
| Gewässer | Europäisches Nordmeer | |
| Landmasse | Skandinavische Halbinsel | |
| Geographische Lage | 63° 34′ N, 10° 34′ O | |
| Länge | 130 km | |
| Größte Wassertiefe | 617 m | |
| Inseln | Munkholmen | |
Trondheimfjord mit Leuchtfeuer | ||

Er liegt im westlichen Mittelnorwegen und erstreckt sich mit seinen verschiedenen Armen und Ausläufern von Ørland im Westen bis Steinkjer im Nordosten. Die namensgebende Stadt Trondheim liegt an diesem Fjord, der an seiner tiefsten Stelle bei Agdenes 617 Meter tief ist. Die größten Inseln im Fjord sind Ytterøy und Tautra.
Die Städte Stjørdal, Levanger und Steinkjer liegen an der östlichen und nördlichen Küste des Fjords. In Verdal baut die Werft Aker Verdal große Förderplattformen für Erdöl und Erdgas. In Rissa baut eine Werft Kreuzfahrtschiffe, so etwa das Luxusapartmentkreuzfahrtschiff The World.
Natur
Das Meeresleben im Fjord ist sehr reich. Allein über 90 Fischarten wurden beobachtet. Auch wurden Lebensräume von Steinkorallen der Art Lophelia pertusa gefunden.
Testumgebung für Schifffahrt
Im Trondheimfjord und Trondheimkanal werden versuchsweise zwei neuartige elektrisch angetriebene Fährverbindungen getestet:
Seit Dezember 2025 fährt Candela P-12 (Frostabåten, norwegisch Frostboot), eine Elektro-Tragflügelfähre für Personen auf einer 22 km langen Route zwischen Frosta Brygge und Trondheim über den Fjord. Die vulgo „fliegende Fähre“ erreicht hohe Energieeffizienz durch eine elektronische Steuerung der Tragflügel, sie verkürzt die Reisezeit für Pendler von 90 (Auto/Bus) auf etwa 30 Minuten. Bis 1970 fuhr hier eine Tragflächenfähre des Typs PT-20 mit Dieselmotor, die nach dem Ausbau von Straßen wegen hoher Treibstoffkosten eingestellt wurde.[1]
Auf einer anderen Verbindungsstrecke quert eine teilautonome ebenfalls elektrische Fähre, entwickelt von der NTNU, den Trondheimkanal. Diese kann wie eine Liftkabine per Knopfdruck von Fußgängern geholt werden und wird von einer Person in einer Leitzentrale an Land überwacht. 60 Sekunden Fahrt erspart 15 Minuten Fußweg.[2][3]
Focke-Wulf Fw 200
Am 26. Mai 1999 wurde im Trondheimfjord vom Deutschen Technikmuseum Berlin das Wrack der letzten noch existierenden Focke-Wulf Fw 200 Condor gehoben. Sie war am 22. Februar 1942 vom deutschen Flugkapitän Werner Thieme wegen eines Defektes einer Landeklappe, der eine reguläre Landung unmöglich machte, in einer Art „gesteuertem Absturz“ im Fjord niedergebracht worden. Alle sechs Besatzungsmitglieder konnten sich retten.

