Trunnenmoor
Naturschutzgebiet in Niedersachsen
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Das Trunnenmoor ist ein Naturschutzgebiet in der niedersächsischen Stadt Burgwedel in der Region Hannover.
Trunnenmoor | ||
| Lage | Nordöstlich von Großburgwedel, Region Hannover, Niedersachsen | |
| Fläche | 185 ha | |
| Kennung | NSG HA 047 | |
| WDPA-ID | 555518805 | |
| FFH-Gebiet | 171 ha | |
| Geographische Lage | 52° 32′ N, 9° 53′ O | |
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| Meereshöhe | von 42 m bis 48 m | |
| Einrichtungsdatum | 16. Februar 1974 | |
| Verwaltung | NLWKN | |
Allgemeines
Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG HA 047 ist circa 185 Hektar groß. Es umfasst das rund 171 Hektar große, gleichnamige FFH-Gebiet.[1] Das Naturschutzgebiet grenzt im Norden an das Naturschutzgebiet „Kienmoor“ und ist ansonsten fast vollständig vom Landschaftsschutzgebiet „Forst Rundshorn-Fuhrberg“ umgeben. Das Gebiet steht seit dem 16. Februar 1974 unter Naturschutz. Zuständige untere Naturschutzbehörde ist die Region Hannover.
Beschreibung

Das Naturschutzgebiet liegt nordöstlich von Großburgwedel. Es stellt ein Gebiet mit Nieder- und Übergangsmooren unter Schutz. Ein großer Teil des Gebietes ist mit Bruch- und Moorwäldern bewaldet. Hier stocken überwiegend Schwarzerle, Moorbirke und Waldkiefer. Die Wälder verfügen über einen hohen Totholzanteil. Kleinflächig sind aus Torfstichen entstandene Stillgewässer, feuchte Heiden, Torfmoor-Schlenken sowie Sümpfe und Röhrichte vorhanden. Insbesondere im Süden des Naturschutzgebietes werden Flächen landwirtschaftlich als Grünland oder Acker genutzt. Ungenutzte Offenlandbereiche werden teilweise durch Pflegemaßnahmen offengehalten.
Das Gebiet wurde in der Vergangenheit vielfach entwässert. Der Hauptentwässerungsgraben durchzieht das Gebiet in etwas von Süden nach Norden. Das Gebiet soll im Rahmen des LIFE-Projektes „RePeat“ wiedervernässt werden.[2]
Im Naturschutzgebiet siedeln je nach Standort neben verschiedenen Torfmoosen und Pfeifengras unter anderem Glockenheide, Torfmoosknabenkraut, Lungenenzian, Rundblättriger und Mittlerer Sonnentau, Schmalblättriges Wollgras, Gewöhnlicher Wassernabel, Sumpfveilchen, Sumpfblutauge, Weißes Schnabelried, Sumpfhaarstrang und Binsenschneide. Weiterhin sind im Naturschutzgebiet unter anderem Vielstängelige Sumpfbinse, Flutende Moorbinse, Flutender Sellerie, Igelschlauch, Knöterichlaichkraut, Zwergigelkolben, Späte Gelbsegge, Zwiebelbinse, Hirsesegge, Walzensegge, Fadenbinse, Braunes Schnabelried und Sumpfdotterblume zu finden.[3] Dazu gesellen sich in der Krautschicht der Wälder unter anderem Kamm-, Königs- und Gewöhnlicher Dornfarn.
Das Gebiet ist Lebensraum unter anderem für den Kranich. Bei einer in den 1980er-Jahren durchgeführten Kartierung der Libellenvorkommen wurden 26 Arten nachgewiesen, darunter gefährdete Arten wie Glänzende Binsenjungfer, Gebänderte Prachtlibelle, Früher Schilfjäger, Gebänderte Heidelibelle, Kleine Moosjungfer und Nordische Moosjungfer. Weiterhin ist das Naturschutzgebiet Lebensraum des Braunfleckigen Perlmuttfalters.
Das Naturschutzgebiet ist von Wäldern und landwirtschaftlichen Nutzflächen umgeben.
Literatur
- Thomas Lehmann: 1982–1984. Libellen im NSG Trunnenmoor. Burgwedel 1985.
- Managementplan für das FFH-Gebiet 97 „Trunnenmoor“, Region Hannover, 2021 (PDF, 22,7 MB).
- Bewirtschaftungsplan für das FFH-Gebiet „Trunnenmoor“, Niedersächsische Landesforsten, August 2021 (PDF, 6,3 MB).
Weblinks
- Naturschutzgebiet „Trunnenmoor“ in der Datenbank des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)
- FFH-Gebiet 097 Trunnenmoor, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz



