Truppenübungsplatz Rūdninkai
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Der Truppenübungsplatz Rūdninkai (lit. Rūdninkų karinis poligonas) ist ein Truppenübungsplatz in Litauen und soll 170 Hektar groß werden und insgesamt 120 Gebäude umfassen.[1] Er befindet sich südlich des Dorfs Rūdninkai in der Rajongemeinde Šalčininkai, im Bezirk Vilnius im Süden der historischen Region Dzūkija. Er umfasst Teile des Forst Rūdninkai (lit. Rūdninkų giria). Nördlich des Platzes fließt in Ost-West-Richtung die Merkys, während im Süden die Šalčia fließt.
Aus militärischer Sicht ist entscheidend für die Lage des Truppenübungsplatzes die Nähe zur polnischen Grenze und der sogenannten „Suwałki-Lücke“. Der Standort liegt etwa 40 km südwestlich von Vilnius, der Hauptstadt von Litauen, und rund 15 km von der weißrussischen Grenze entfernt, wo der Truppenübungsplatz Hosky (Gozky), bei der weißrussischen Stadt Hrodna liegt.
Im Februar 2026 wurde bekannt, dass für den Truppenübungsplatz der Bau einer Bahnanbindung vereinbart wurde.[2]
Geschichte
Der Truppenübungsplatz Rūdninkai war während des Kalten Kriegs Teil eines 100 Quadratkilometer großen Übungsgebiets. Hier befand sich ein allgemein als „Bombodrom“ bezeichneter Luft-/Bodenschießplatz der Luftstreitkräfte der Sowjetunion.[3]
In den Jahren nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland im Jahr 2014 und dem NATO-Gipfel im gleichen Jahr begann Litauen mit der Wiederherrichtung des Areals für militärische Zwecke, das nach Abzug der Sowjets stark mit Munitionsresten verseucht war. Infolge von Russlands Überfall auf das ukrainische Kernland wurden die Arbeiten beschleunigt[4] und Ende 2022 konnten erste Schießbahnen nach NATO-Standard zertifiziert werden.[5]
Auf dem Truppenübungsplatz sowie in Rukla sind seit dem Aufstellungsappell am 22. Mai 2025 Teile der deutschen Panzerbrigade 45 mit 400 Angehörigen stationiert.[6][7][8] Seit 2024 wird der Truppenübungsplatz hergerichtet, um den Großteil der Brigade aufzunehmen,[3] Mitte Dezember 2025 fand dort das Richtfest für das künftige Hauptquartier der Panzerbrigade statt.[9] Bis 2027 soll der Standort für bis zu 3.000 Soldaten ausgebaut werden.[10] Spätestens Ende 2027 sollen 1.400 Bundeswehrangehörige dort stationiert sein.[9]
