Tschurndorf

Siedlung im Bezirk Oberpullendorf From Wikipedia, the free encyclopedia

Tschurndorf (ungarisch Csóronfalva, Czundra; kroatisch Čulindrof)[1] ist eine Ortschaft und Katastralgemeinde der Marktgemeinde Weppersdorf im burgenländischen Bezirk Oberpullendorf in Österreich. Die Ortschaft hat 507 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025[2]). Tschurndorf war bis Ende 1970 eine eigenständige Gemeinde.[3]

Die 1953 errichtete katholische Filialkirche
Schnelle Fakten
Tschurndorf (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Tschurndorf
Tschurndorf (Österreich)
Tschurndorf (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Oberpullendorf (OP), Burgenland
Gerichtsbezirk Oberpullendorf
Pol. Gemeinde Weppersdorf
Koordinaten 47° 36′ 33″ N, 16° 24′ 41″ Of1
Höhe 353 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 507 (1. Jän. 2025)
Gebäudestand 192 (2001)
Fläche d. KG 6,43 km² (31. Dez. 2023)
Postleitzahl 7331f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 00234
Katastralgemeindenummer 33058
Zählsprengel/ -bezirk Tschurndorf (10823 001)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Bgld
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f0
507

BW

Geografie

Geografische Lage

Tschurndorf liegt im Mittelburgenland. Die Hügel von Tschurndorf sind Ausläufer des Ödenburger Gebirges. Durch die Gemeinde fließt der Sieggrabenbach. Südlich von Tschurndorf verläuft entlang des in Windungen idyllisch dahinfließenden Bachs ein Radweg.[4]

Nachbargemeinden

Kalkgruben
(Katastralgemeinde von Weppersdorf, Bezirk Oberpullendorf, Bgld.)
Kobersdorf
(Bez. Oberpullendorf, Bgld.)
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Lackenbach
(Bez. Oberpullendorf, Bgld.)
Weppersdorf
(Bez. Oberpullendorf, Bgld.)

Geschichte

Im Jahr 1527 scheint Tschurndorf erstmals urkundlich als Gründung des damaligen Burgherrn von Schloss Kobersdorf, Hans Tschuramb (ungarisch Csoron) auf. Laut einer historischen Theorie dürfte es sich jedoch um eine Wiederbesiedelung eines Dorfes handeln, das bereits um 1225 gegründet worden sein könnte. Über mehrere Jahrhunderte teilte es als Teil der Herrschaft Kobersdorf deren bewegte Geschichte.[5]

1954 wurde von der evangelischen Tochtergemeinde (A.B.) Tschurndorf (die zur evangelischen Gesamtgemeinde Kobersdorf gehört) ein gemauerter Glockenturm errichtet.[6] Der evangelische Betsaal wurde 2009 und 2016 renoviert.[7]

1971 wurden im Zuge des Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes die vormals selbständigen Gemeinden Kalkgruben, Tschurndorf und Weppersdorf zur Großgemeinde Weppersdorf zusammengeschlossen.[8][3]

1998 wurde das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr neu errichtet. 2017/18 erfolgte die Renovierung der im Jahr 1953 errichteten katholischen Filialkirche. Der Außenbereich des Friedhofs, die Aufbahrungshalle, das Kriegerdenkmal sowie das Marterl (Bildstock) wurden modernisiert und zum Teil umgestaltet.[9]

Lokale Besonderheiten

Es gibt im Ort fünf Firmen, zwei Gaststätten und 15 Vereine. Zudem sind ein Kinderspielplatz und ein Sportplatz vorhanden. In der Ortsmitte wurde 2023 mit dem „18er-Haus Tschurndorf“ ein neues Dorfgemeinschaftszentrum eröffnet.[10][11]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Walter Degendorfer: Tschurndorf. 450 Jahre. Geschichte und Geschichten von den ersten Spuren menschlicher Besiedlung bis zum Jubiläumsjahr 2022. Marktgemeinde Weppersdorf, Weppersdorf 2022, ISBN 978-3-200-08585-5.

Einzelnachweise

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